Archiv 2012

Sicherheitstipps für ältere Verkehrsteilnehmer

Vor allem die älteren Mitglieder des LFV Probsteierhagen fühlten sich von dieser Veranstaltung angesprochen. 28 LandFrauen waren am 20. Nov. 2012 in den Irrgarten gekommen, weil sie auf die Frage "Wie erhalte ich meine Mobilität im Alter?" Tipps und Ratschläge von Herrn Hans-Dieter Schwarz von der Kreisverkehrswacht Plön erhofften. Aus eigener Erfahrung konnte Herr Schwarz (69) viel zu diesem Thema beitragen.

Die Verkehrsunfallentwicklung wird bestimmt von der demografischen Entwicklung unserer Bevölkerung. In 20 Jahren wird jeder 3. Führerscheinbesitzer über 65 Jahre sein. Anhand von Grafiken wurde uns bewusst, dass das Unfallrisiko schon bei Kraftfahrern über 55 Jahre signifikant steigt. Dies liegt an alters- und krankheitsbedingten Leistungseinbußen, die sich nur schleichend einstellen und deshalb oft nicht bemerkt werden. In der Altersgruppe ab 75 Jahren werden 75% der Unfälle schuldhaft von dieser Altersgruppe verursacht.

Als alterstypische Unfallursachen wurden Probleme beim

Eingeschränkte visuelle Wahrnehmung sind nachlassende Tagessehschärfe und Dämmerungssehvermögen, Zunahme der Blendempfindlichkeit, Einengung des Gesichtsfelds und schleichende Augenerkrankungen, wie z.B. grauer Star. Die Empfehlung an jeden Autofahrer ist, einmal im Jahr einen Sehtest vornehmen zu lassen. Es gibt viele Abhilfen.

Im Alter nimmt die geistige und körperliche Belastbarkeit ab. Der ältere Verkehrsteilnehmer sollte sich häufigere Ruhepausen können und die Fahrdauer nicht zu groß werden lassen. Da auch die Orientierungsleistung nachlässt, sind Navigationssysteme eine gute Hilfe. Für lange Strecken sollte eine Übernachtungspause eingeplant werden, oder vielleicht kann man auch einmal die Bahn nehmen.

Da wir für alles eigenverantwortlich sind, wird ein jährlicher Gesundheitscheck immer ratsam sein. Herz-Kreislauferkrankheiten und Diabetes werden häufig zu spät bemerkt. Wir sollten keine Angst vor der Diagnose haben, denn Gefahr erkannt, heißt auch Gefahr gebannt.

Müssen Medikamente genommen werden, ist die Information über etwaige Nebenwirkungen auch auf die Verkehrstüchtigkeit wichtig. Die EU plant für das nächste Jahr vereinfachte Piktogramme auf den Packungen zur Erkennung von Risiken bei Arzneimitteln.

Alle Therapiemöglichkeiten sollten wir im Alter ausschöpfen und versuchen, uns mit Ausdauersport, wie Nordic-Walking, Schwimmen, Wandern fit zu halten.

Sind wir wirklich noch fit zum Autofahren? Gesundheits- und Sehtests, aber auch ein Fahr-Fitness-Check, angeboten vom ADAC für 49,-€, können uns Sicherheit geben. Wir müssen uns selber sensibilisieren für die altersbedingten Risiken!

Einen kleinen Abstecher machte Herr Schwarz noch zu den Pedelecs, den elektrisch unterstützten Fahrrädern. Zwei Arten gibt es: Pedelecs, die bis zu 25 km/h fahren können und die S-Pedelecs, die bis zu 45 km/h schaffen. Für die ersten gibt es weder Helm- oder Versicherungspflicht, und man muss mit ihnen auf dem Radweg fahren. Für die S-Pedelecs braucht man einen Führerschein, hat einen Helm zu tragen und braucht eine Versicherung mit Nummernschild. Mit ihnen muss man auf der Straße fahren.

Die Zahl der Unfalltoten mit elektrischen Fahrrädern steigt rasant. Autofahrer unterschätzen häufig die Geschwindigkeit dieser Räder, Fußgänger hören die Pedelecs nicht. Die Unfälle passieren auch häufig aus mangelnder Kenntnis über die Antriebsart und geringer Fahrpraxis.

Ein Appell an alle Pedelec-Fahrer: Fahren Sie vorausschauend, mit erhöhter Rücksichtnahme und immer mit Helm!!!

Für den anschaulichen Vortrag und die vielen guten Tipps dankte Karen Kähler-Sye Herrn Schwarz mit einem Präsentkorb, gefüllt mit Produkten der Region.

Renate-M. Jacobshagen

Sterben ist Leben - Leben vor dem Tod

Dieses anspruchsvolle Thema hatte der Hospizverein Preetz gewählt, um sich dem LandFrauenVerein Probsteierhagen vorzustellen. 15 LandFrauen kamen am 17. Okt. 2012 ins Beerdigungsinstitut Sarrahs in Schönberg und erlebten einen lebendigen Vortrag von der Koordinatorin des Hospizvereins Elke Menden.

Das Wort Hospiz kommt schon auf der frühen Pilgerzeit und heißt "Gastfreundschaft und Herberge für die Pilger". Die Anfänge der Hospizbewegung in Deutschland waren um 1983 und entstanden aus kirchlichen Kreisen, angestoßen von Veröffentlichungen von Elisabeth Kübler-Ross und Cecily Saunders, die als die Begründerinnen der modernen Hospiz-Bewegung gelten.

Ehrenamtlich ausgebildete Personen kümmern sich um die Verbesserung der Lebenssituation sterbender Menschen und ihrer Angehörigen. Der Leitgedanke ist immer ambulante Versorgung zuhause vor stationärer Betreuung. Diese ambulante Betreuung ist ohne Kosten. Die Hospizarbeit erfordert häufig große Einfühlsamkeit in die Bedürfnisse des Sterbenden und seiner Angehörigen und viel Kreativität.

Der Preetzer Hospizverein besteht seit 15 Jahren, hat eine hauptamtliche Mitarbeiterin und 191 Mitglieder. Die MitarbeiterInnen können nach einer Ausbildung über ein ¾ Jahr immer an Samstagen in 8 Einheiten und einem 2monatigen Praktikum für die Hospizbegleitung eingesetzt werden. Alle Mitarbeiter nehmen an Supervisionsabenden teil, damit sie auch Unterstützung in schwierigen Fällen finden.

In Schönberg wird nun eine neue Hospizgruppe aufgebaut, von der 4 Damen an diesem Nachmittag teilnahmen. Hier werden noch gerne neue Mitstreiterinnen gesucht.

Früh wurden bei dieser Informationsveranstaltung Fragen nach der Organisation, den Kosten und der Ausbildung gestellt, so dass es eine sehr lebhafte Gesprächsrunde wurde.

Als Dank wurde Frau Menden eine Spende des LFV Probsteierhagen überreicht und dem Beerdigungsinstitut Sarrahs ein Blumenstrauß, weil die Veranstaltung in ihren Räumen stattfinden konnte.

Renate-M. Jacobshagen

 

"Seniorenfahrt" - ein schöner Nachmittag mit den Landfrauen

Die Landfrauen erwischten einen sonnigen Tag - im Jahr 2012 schon eine Ausnahme - und fuhren nach Bad Malente. Seit über 40 Jahren wird in der Glasbläserei Röschenthaler die große Kunst der Glasherstellung gepflegt. Im Laufe dieser Zeit hat sich in dem Traditionsbetrieb ein eigener Stil entwickelt, der uns anschaulich demonstriert wurde. Wir sahen, wie man sowohl eine Vase durch Glasblasen, wie auch verschiedene Tiere durch Glasziehen herstellt. Ein Bummel durch die Verkaufsräume rundete diese Besichtigung ab.

Glasbläserei, eine heiße, anstrengende Tätigkeit

Anschließend ging es mit dem Bus weiter in das Pflanzencenter Buchwald. Dieses Pflanzenparadies  befindet sich in idyllischer Lage am Kellersee. Auf großen Verkaufsflächen war alles zu sehen, was unsere Herzen höher schlagen ließ. Den Mittelpunkt bildet das Orchideen-Café mit der Kulisse des Eutiner Marktplatzes. Dort erwartete man uns mit mehreren Torten, die die Auswahl wirklich schwer machten. Wie gut, dass wir einen großen Bus zur Verfügung hatten, der all unsere Einkäufe mit nach Hause nehmen konnte.

Leckere Torten im Orchideen-Café

Dank an Helga Scherag, überreicht von Ulrike Schneider

Die "Senioren" bestanden wie so oft aus Alt und Jung. Damit war das Vergnügen wieder einmal vorprogrammiert.

Ulrike Schneider

Pflanztröge und Engel basteln

Bauanleitung wird besprochen

Zementmischung herstellen

Der Engelskopf ist fertig

Engelsflügel werden mit Gipsbinden versehen

Fertiger Engel

Geradelt mit Sonne, Wolken und Wind auf Rügen

Vier Tage lang sind 21 Landfrauen vom Landfrauenverein Probsteierhagen e.V. unterwegs gewesen. Davon sind wir zwei Tage über die schöne Insel Rügen geradelt. Eine freundliche Reiseleiterin - ebenfalls auf dem Drahtesel - führte uns an und erfreute mit ihrem umfassenden Wissen über ihre Heimat.

Die Firma Ruser aus Schönberg brachte uns - mit unseren Fahrrädern im Anhänger - nach Mecklenburg-Vorpommern. Das Parkhotel Rügen in Bergen war uns in diesen Tagen eine angenehme Herberge.

Bevor wir über die kühn geschwungene Brücke auf die Insel fuhren, wandelten wir in Stralsund mit einer Stadtführerin auf den Spuren hanseatischer Kaufleute. Eine Hafenrundfahrt rundete den ersten Eindruck dieser schönen Stadt ab.

Halt am Bodden

So ein Ausflug mit den Landfrauen ist nichts für Langschläfer. Spätestens um 9 Uhr trafen wir uns jeden Tag mit unserer Rügen-Führerin. Vorbei an Boddengewässern, durch Wald und Feld sowie durch den Nationalpark Jasmund ging es zu den Highlights der Insel. Wir bestaunten nicht nur die Seebäder Binz und Sellin mit der imposanten Bäderarchitektur und den restaurierten Seebrücken, sondern auch das unter Denkmalschutz stehende Fischerdorf Vitt. Die Kreideküste sahen wir schon immer wieder von Weitem und hatten von der eisernen Aussichtskanzel der "Victoria-Sicht" und Blick auf den berühmten "Königsstuhl". Vorbei an den Leuchttürmen des Kap Arkona sahen wir stumme Zeugen der Vergangenheit am Wegesrand: wir kamen an Großsteingräbern aus der Bronze- und Steinzeit vorbei und auch am größten denkmalgeschützten Gebäude der Insel, dem "Koloss von Prora", einem in einer Länge von etwa 4,5 km entlang der Küste aneinandergereihten Häuserblock aus der NS Zeit.

Radeln durch herrliche Allee

Viel zu schnell gingen die beiden fast 50 km langen Radtouren vorbei. Aber auch die Rückreise sollte noch Interessantes bieten. Wir lernten bei einem Rundgang die beeindruckende Stadt Putbus sowie deren Schlosspark kennen und fuhren von dort mit dem "Rasenden Roland" nach Binz. Der Bus brachte uns wieder nach Stralsund, wo der Besuch des Ozeaneums den Abschluss der Reise darstellte. Der spektakuläre Neubau am Hafen widmet sich der Unterwasserwelt der nördlichen Meere.

Gruppenfoto vor Steilufer

Es war sehr angenehm mit dem Fahrrad so viel Neues zu entdecken, ohne Parkplatzsuche an die schönen Plätze der Insel zu kommen und auch das Radfahren bei Windstärke 7 kennen zu lernen. Das i-Tüpfelchen der Reise war unser Busfahrer, der nicht nur 21 Landfrauen mit viel Geduld ertrug, sondern uns auch mit großer Gelassenheit durch die engen Alleen der Insel brachte. Eine Landfrau wurde - wieder in der Heimat angekommen - sogar stilecht von ihrem Ehemann per Fahrrad abgeholt.

Ulrike Schneider

 

Vom erfrischenden Brombeerblättertee bis zum bitteren, heilenden Gundermann

Es wachsen so viele Kräuter im Mai am Wegesrand, die wir zwar kennen, aber nicht in ihrer Wirkung für Körper und Seele. So brachte ein Spaziergang mit der Kräuterexpertin Sille Wulff aus Laboe 26 LandFrauen viele neue Erkenntnisse über die Erkennungsmerkmale, die Inhaltsstoffe der Pflanzen und ihre Verwendung in der Küche und zum Heilen von leichten Beschwerden.

Sille Wulff, die Kräuterexpertin, erklärt die Knoblauchrauke

In kleinen Körben wurde immer nur eine Pflanzenart gesammelt, um später im Ferienhof Sye daraus leckeren, erfrischenden Tee aus jungen Brombeer- und Himbeerblätter zu bereiten oder aus einer Kräutermischung ein würziges Pesto.

Junge Scharbockskrautblätter vor der Blüte liefern gerade nach einem langen Winter früh im Jahr eine Menge Vitamin C, doch während und nach der Blüte entwickelt die Pflanze einen Giftstoff, deshalb sollten sie dann nicht mehr verwendet werden. Die kleinen blauen Blüten des Gundermanns(auch Gundelrebe genannt) zeigten sich überall an den Grabenkanten. Die jungen Blätter und blühenden Triebe vertreiben so manche hartnäckige Entzündung aus dem Körper, schmecken jedoch recht würzig und bitter.

Zum Würzen entdeckte man die Knoblauchrauke, die schon ihre kleinen weißen Blüten zeigte. Die kräftig nach Knoblauch riechenden Blätter passen gut in eine Salatsoße.

Viele LandFrauen kannten noch das Sammeln von jungen Brennnesseltrieben, um daraus eine leckere Suppe oder eine Gemüsebeilage zu bereiten. Doch war ihnen auch die Heilwirkung dieses Krauts bekannt? Hier soll nicht alles verraten werden, aber die Verwendung als Heilpflanze ist mannigfaltig.

Landfrauen mit gut gefüllten Kräuterkörben

In einer Stunde wurden viele Körbe mit Pflanzenteilen gefüllt, doch wurden auch viele essbare Blüten gesammelt, um den gemischten Salat mit einer Wild-Kräutervinaigrette noch vielfältiger zu gestalten oder um ein Blüten-Mandala zu legen.

Auf dem Ferienhof wurden dann die Kräuter gewaschen, teils zerkleinert oder gemischt und in verschiedene essbare Formen gebracht. Doch zuerst wurde mit einem Gläschen frisch gestapften Birkensaft auf diese Kräuterwanderung angestoßen. Lecker auch das Kräuter-Pesto mit den Dinkelnudeln. Viele neue Erkenntnisse wurden von diesem Nachmittag mitgenommen, und vielleicht kann eine solche Wanderung im Herbst noch einmal wiederholt werden. Ein großer Dank an Sille Wulff!

Renate-M. Jacobshagen

 

Besuch in der jüdischen Gemeinde in Kiel-Gaarden am 19.4.2012

Mit einer kleinen Volkstanzgruppe und Kaffee und Kuchen (bereitet nach den Regeln für koscheres Essen) wurden 24 LandFrauen in der jüdischen Gemeinde in Kiel-Gaarden begrüßt. Schwungvolle israelische Tänze und die Aufforderung, uns doch gleich mit unter die Tänzerinnen zu mischen, brachten sogleich ein nettes Miteinander.

Beim Kaffee erzählte uns dann die Geschäftsführerin der jüdischen Gemeinde, Victoria Ladyshenski, wie schwer ihr Weg zur jüdischen Tradition gewesen ist. In der ehemaligen UdSSR war der jüdische Glauben völlig unterdrückt, und es wurden nur im familiären Kreis im Verborgenen jüdische Riten gepflegt. Die Großmutter murmelte Gebete an den jüdischen Feiertagen, aber die Kinder durften nicht über ihren Glauben in der Öffentlichkeit sprechen. Als die UdSSR zusammenbrach, kam es zu Pogromen und Verfolgungen, so dass den Juden nur noch die Ausreise nach Deutschland blieb. Hier waren sie dann auch Fremde, Aussiedler in einer ganz anderen Kultur mit einer fremden Sprache. Es war eine doppelte Integration ins Judentum und in die deutsche Gesellschaft. Nun konnten sie nach ihrem Glauben leben, aber sie kannten ihn nicht. Es gab keine Rabbiner, die ihnen die religiösen Verhaltensregeln und Feiertage erklären konnten. Die hebräische Sprache war ihnen genauso unbekannt, wie die deutsche. Die jüdische Gemeinde in Hamburg nahm die nach Schleswig-Holstein ausgesiedelten, osteuropäischen Juden unter ihre Fittiche. Seit 1998 gibt es das Gemeindezentrum in Kiel-Gaarden, und die Gemeinde hat 460 Mitglieder. Man feiert Sabbath und die jüdischen Feste zusammen. Der Gottesdienst wird in Hebräischzelebriert, und die Gebetsbücher sind in Russisch und Hebräisch. Seit 2010 hat die Gemeinde eine eigene Thorarolle, die mit einem großen Festumzug durch den Stadtteil ins Gemeindehaus getragen wurde. Die Gemeinde ist gut in Gaarden integriert und vernetzt und will eine offene Gemeinde sein.

Zum Abschluss des Nachmittags wurden noch viele interessierte Fragen beantwortet. Als Dank für diesen informativen Nachmittag überreichte Frau Ude einen Blumenstrauß und eine gesammelte Spende an Frau Ladyshenski.

Renate-M. Jacobshagen

Lesung über die "Preußin auf dem Zarenthron" lockte 120 LandFrauen ins Schloss Hagen

Der LFV Probsteierhagen hatte zusammen mit den LFV Schönberg und Schönkirchen die Autorin des Buches "Die Preußin auf dem Zarenthron - Alexandra, Kaiserin von Russland", Frau Dr. Marianna Butenschön, freie Journalistin und langjährige Mitarbeiterin beim NDR aus Hamburg, zu einem Vortrag und einer Lesung zu dieser Biografie einladen können. Am 8. Februar 2012 strömten 120 interessierte LandFrauen in den Kaminsaal des Schlosses Hagen, um die Geschichte dieses großen Liebespaares mitzuerleben.

Der gut gefüllte Kaminsaal

Der packende Vortrag von Frau Dr. Butenschön wurde gewürzt durch die Lesung aus Tagebüchern und Briefen, vorgetragen von der Herzogin Marie-Cecilie von Oldenburg, die eine Urururenkelin von Charlotte von Preußen, der späteren Zarin Alexandra, ist. Beide Vortragenden sind in Bremen auf derselben Schule gewesen.



Vortragende Herzogin v. Oldenburg (links), Dr. Butenschön (rechts)

Die eigentlich politisch gewollte Ehe einer preußischen Prinzessin mit dem Großfürsten Nikolaus, die über 30 Jahre eine enge Verflechtung der russisch-deutschen Beziehungen bedeutete, war eigentlich eine Liebesheirat, denn schon die 16jährige Prinzessin wusste nach dem ersten Zusammentreffen, dass sie sich in den 19jährigen Prinzen verliebt hatte. Aus dieser lebenslang innigen Beziehung, aus der sieben Kinder hervorgingen, sind Tausende von romantischen Briefe und Tagebucheintragungen überliefert, die der Zar selber zum Teil bei einem Großbrand seines Winterpalastes gerettet hatte. Liebevoll nannte der Zar seine Frau "Muffi", und sie titulierte ihn "Niks". Anhand einiger Bilder zeigte Frau Dr. Butenschön auch die Lebensart und die Leidenschaft der Kaiserin zu den deutschen Malern, wie Caspar David Friedrich und Franz Krüger. Ein besonderes Bild war das Gemälde, das Alexandra und Nikolaus privat im Salon zeigt, sie mit einem Strickzeug beschäftigt und er Pfeife rauchend liest ein Journal. Nie zuvor hatte sich ein Kaiserpaar so malen lassen, es zeigte den neuen Stil im Hause Romanow.

Der Vortrag zeigte aber auch den politischen Rahmen der preußisch-russischen Beziehungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und den Weg des Zaren Nikolaus I., der gleich zu Anfang seiner Regentschaft den Dekabristen-Aufstand niederschlug und viele Menschen tötete oder in die Verbannung schickte. Auch diese Geschehnisse, die mit Rat und auch Sorgen der Kaiserin begleitet wurden, verdeutlichten Briefpassagen.

Den neunzigminütigen Vortrag schloss Frau Dr. Butenschön mit dem Fazit, dass die Kaiserin nicht nur den Weihnachtsbaum und den Kindergeburtstag in Russland eingeführt hatte, sondern immer auch in schweren Zeiten als Beraterin an der Seite ihres Zaren stand, und dass sie schwere Krisen, wie Kriege, Revolutionen, den Tod ihres jüngsten Kindes und auch die lange angeschlagene Gesundheit der Kaiserin gemeinsam bewältigten.

Büchertisch im Pogwisch-Zimmer

Schlange standen dann die LandFrauen, die die Biografie gekauft hatten, um eine Unterschrift von der Autorin und Marie-Cecilie von Oldenburg zu erhalten.

Zu Beginn der Lesung hatte die Vorsitzende Karen Kähler-Sye offiziell zwei Picknick-Tische mit Bänken an die Gemeinde Probsteierhagen überreicht und Herrn Fahrenkrog vom Hagener Schlossverein einen alten Stich vom Schloss Hagen als Dank für Unterstützung bei den Veranstaltungen des LandFrauenVereins im Schloss.

Text und Fotos: Renate-M. Jacobshagen

Jahreshauptversammlung des LFV Probsteierhagen mit Wahl einer neuen Beisitzerin am 18.1.2012

51 LandFrauen trafen sich am 18.1.2012 in Suckows Gasthof zur Jahreshauptversammlung 2012. Die Vorsitzende Karen Kähler-Sye begrüßte alle Anwesenden und als Vertreterin vom Kreisverband Plön Lore Böhe. Nach Feststellung der Regularien und einer Gedenkminute für ein verstorbenes Mitglied wurden der Jahresrückblick 2011 und das kommende Jahresprogramm 2012 vorgestellt. Der Kassenbericht war ohne Einwände durch die Kassenprüferinnen, somit wurde der gesamte Vorstand entlastet.

4 Jahre war Susanne Schoel aus Sophienhof als Beisitzerin im Vorstand, nun ging ihre Amtszeit zu Ende. Karen Kähler-Sye verabschiedete sie mit einem großen Blumenstrauß und einem Geschenkgutschein. Als Nachfolgerin wurde für Probsteierhagen Ulrike Schneider vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

 

Lore Böhe von Kreisverband und Karen Kähler-Sye

Alte und neue Beisitzerin

Traditionell gibt es auf einer Jahreshauptversammlung zum Kaffeetrinken immer heiße Wecken. Nachdem sich alle gestärkt hatten, berichtete Christiane Sye von ihren fünf Monaten in Australien und Tasmanien mit wunderbaren Fotos und lebhaften Geschichten. Eine Reise, wie sie nur junge, erlebnishungrige Menschen machen können.

Text: Renate-M. Jacobshagen
Fotos: Marlene Scheeler

 

Dank an Christiane Sye für ihren Reisebericht

Mittwoch, den 11. Januar 2012

Neujahrs-Frühstück im Café Carli

Frau Samuelsen, Ortsvertrauensdame aus Passade, wird verabschiedet

 

 

 

 

 

 

 

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