Archiv 2014

Weihnachtsfeier 2014

Karen Kähler-Sye liest eine Weihnachtsgeschichte

Karen Kähler-Sye liest eine Weihnachtsgeschichte

 

Frau Helmich hat die Kugeln ins Glas gefüllt. Wieviele sind es?

Frau Helmich hat die Kugeln ins Glas gefüllt. Wieviele sind es?

Lore Eibrecht(Mitte) hat es erraten

Lore Eibrecht (Mitte) hat es erraten.

 

Weihnachtsengel Dekoration Prasdorf

Weihnachtsengel
Dekoration Prasdorf

 

Was ist eigentlich Fairtrade?

Das wollten die Landfrauen Probsteierhagen einmal genau wissen und hatten eine Referentin der Verbraucherzentrale - Bärbel Berghaus - eingeladen. Unter dem zertifizierten Siegel "Fairtrade" versteht man eine Handelspartnerschaft. Es wird dabei im nationalen und internationalen Handel nach Gerechtigkeit gestrebt und auf schonende Produktion geachtet. Dies bringt Planungssicherheit für Bauern und Produzenten. Zwischenhändler werden ausgeschaltet und Mindestpreise, die über den Weltmarktpreisen liegen, werden garantiert. Das sichert Arbeitsplätze, verbessert die Lebensbedingungen der meist in armen Ländern angesiedelten Hersteller. Das Siegel garantiert weiterhin, dass die Produkte nicht mit Kinderarbeit hergestellt sind und die Bezahlung für Männer und Frauen gleich ist.

Weltladen Schönberg

Stand des Weltladens Schönberg

Schon seit den 70er Jahren gibt es die Idee des fairen Handels, dessen Produkte wie Lebensmittel, Kleidung, Spielzeug uvm heute in 36.000 Verkaufsstellen angeboten werden. Inzwischen gibt es über 1.000 Produkte aus 60 Ländern - meist aus Südamerika, Afrika und Asien. Während 2004 in Deutschland fair gehandelte Dinge noch für 57 Mio. Euro verkauft wurden, sind es 2013 schon Produkte in Höhe von 655 Mio. Euro gewesen. Die Produkte sind etwas teurer als die aus dem konventionellen Handel. Mit diesem Preisaufschlag werden aber auch höhere Löhne, Sozialprojekte und die sukzessive Umstellung auf biologischen Anbau gefördert. Weiterhin werden damit unangekündigte Besuche der Kontrolleure im In- und Ausland bezahlt, die die unabhängige Organisation FLO Cert GmbH (Fairtrade Labelling Organisation) in alle Länder schickt. Fair gehandelte Produkte gibt es in Deutschland in Weltläden, Naturkostläden und inzwischen auch in Supermärkten zu kaufen.

fairtrade   Nicht immer ist Fairtrade auch Bio. Bislang sind es nur 58 % der Lebensmittel. Die Bauern werden jedoch nach und nach beraten, um ihre Betriebe unter Anleitung auf Bio umzustellen. Jedoch sind schon alle in Deutschland verkauften Bananen bereits Bio-Bananen. Dies ist besonders bemerkenswert, denn die Bauern können durch Preisdumping im konventionellem Anbau ihre Familien nicht ernähren. Gleichzeitig sind die verwendeten Pestizide in diesem Anbau gesundheits- und umweltschädlich.
Ein weiteres fair gehandeltes Produkt ist noch zu erwähnen: Teppiche. Diese tragen seit 2009 das "goodweave-Siegel". Hierbei wird garantiert, dass die Teppiche nicht durch Kinder unter 15 Jahren hergestellt sind und ab diesem Alter nur, wenn die Schulbildung darunter nicht leidet. Die Inspektoren dieser Branche werden durch die Lizenzgebühren der Importeure finanziert. Die Kinderarbeit in Pakistan ist durch diese Maßnahmen von 1 Mio. auf 250.000 gesunken.  
goodweave

fairtrade

Referentin Frau Berghaus freut sichmit Karen Kähler-Sye
über heimische Produkte als Geschenk

Das theoretische Klagen über mangelhafte Zustände nützen nichts. Die Produktionsverhältnisse können uns nicht egal sein. Es lohnt sich, nach diesen Produkten zu schauen. Verkaufsstellen gibt es genug. Fragen Sie im Handel nach, auch diese Nachfrage hilft, fair gehandelte Produkte in die Geschäfte zu bringen. Wenn Sie sich weiter informieren möchten schauen Sie bitte hier nach: https://www.fairtrade-deutschland.de/produkte/produktdatenbank/

Text: Ulrike Schneider
Fotos: Marlene Scheeler

 

Gemütliches Kaffeetrinken in Passade 2014

Zum gemütlichen Kaffeetrinken trafen sich über 40 Landfrauen in der Fischerwiege / Passade. Neben Kaffee und feiner Torte erwartete uns nicht nur der Probsteier Landfrauenchor sondern auch Ralf Spreckels "Plattdüütsch-Schriever un Verteller".

Der Probsteier Landfrauenchor erfreute uns unter der Leitung von Ute Tiede mit bekannten und weniger bekannten plattdeutschen Liedern. Alle Chormitglieder kamen natürlich in der Probsteier Tracht. Traute Derdau erklärte anhand dreier Sängerinnen die wunderschönen Einzelheiten dieser traditionellen Kleidungsstücke. Als die Städter in fernen Tagen aufs Land kamen, wollten die damaligen Landfrauen den modernen Frauen in nichts nachstehen. So wanderten die Trachten in die Truhe. Aus Anlass eines Landfrauentages vor fast 30 Jahren machten sich die Landfrauen die Mühe, die Probsteier Tracht nachzuschneidern. Für das traditionelle "soeben Marks Dook" fand man in Bayern eine Weberei, die diese Seidentücher nach alten Vorlagen webte. Im Mai 2015 feiert der Probsteier Landfrauenchor sein 30 jähriges Bestehen. Eine Genuss zuzuhören und eine Augenweide sind die Sängerinnen alle Mal.

Ralf Spreckels amüsierte uns zwischendurch mit plattdeutschen Döntjes, aber auch mit besinnlichen Geschichten. Wir erfuhren, dass "rieke Lüüd ook bloot arme Lüüd mit veel Geld sünd". Das Gedicht "Min Platz voer Doer" von Klaus Groth kam ebenso gut an wie der Liebesbrief eines Grundschülers: "Liebe Frieda, ich liebe Dich. Wenn Du mich nicht liebst, gib diesen Brief bitte an Jana weiter".

Karen Sye und Traute Derdau mit Herrn Spreckels

Karen Sye und Traute Derdau mit Herrn Spreckels

Es wurde viel geklönt und gelacht. Wir waren uns alle einig: Plattdeutsch muss überleben.

Ulrike Schneider

 

Ausflug der Landfrauen Probsteierhagen zum Grünen Kamp

Anfang Oktober hatten sich die Landfrauen drei Ziele ausgesucht, die sich alle an einem Ort - am "Grünen Kamp" in Rendsburg - befinden: die Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein, die Zentrale des Landfrauenverbandes Schleswig-Holstein und den Sitz des Bauernblattes. In der Landwirtschaftskammer wurden die Landfrauen vom Präsidenten Claus Heller empfangen. Der Geschäftsführer - Peter Levsen-Johannsen - führte uns durch alle Räume und erklärte die Geschichte des Hauses. 2008 zog die Kammer von Kiel nach Rendsburg, um zentral alle Arbeitsgebiete unter einem Dach zu vereinen.

LandFrauen vor der Landwirtsschaftskammer

LandFrauen vor der Landwirtsschaftskammer

Anschließend wurden die Räume des Landfrauenverbandes besichtigt. Natürlich haben wir immer wieder viel Kontakt zur Spitze unseres Verbandes, die wenigsten kennen jedoch die Zentrale. Jetzt konnten wir uns ein Bild davon machen, wo die Fäden der 177 Ortsvereine Schleswig-Holsteins zusammen laufen. Dort werden die ca. 4.000 Landfrauen-Veranstaltungen in Schleswig-Holstein zusammen gefasst und koordiniert. Die Bildungsreferentin, Ninette Lüneberg, bekam von uns anlässlich ihrer Hochzeit vor wenigen Wochen einen Hortensienkranz. Wir erinnern uns immer noch gerne an den Vortrag von Ninette Lüneberg (früher N. Seebode) über "Werbelügen" (siehe ON Mai 2014)

 

Karen Kähler-Sye dankt Ninette Lüneberg.

Das Besichtigungsprogramm wurde im Bauernblatt fortgeführt. Hier erklärte der Geschäftsführer Klaus Dahmke die Produktion der - besonders auch bei Landfrauen - beliebten Zeitschrift.

Kaffeepause im Kanal-Café

Wir fuhren nun den kurzen Weg zum Nord-Ostsee-Kanal in das neue Kanal-Café nahe der Schwebefähre. Riesige Tortenstücke und endloser Kaffee rundeten diesen schönen Nachmittag ab. Wie schön muss es sein, von hier aus Traumschiffe vorbei ziehen zu sehen. Aber uns freute es schon, diesen Tag bei schönem Wetter verbracht zu haben. Text: Ulrike Schneider

Bild: Marlene Scheeler

 

Dorfspaziergang durch Probsteierhagen
Mitte September hatten die Landfrauen Probsteierhagen zum Dorfspaziergang durch ihr Dorf eingeladen. Man traf sich beim Schloss Hagen mit Hans Erich Harder, der die Geschichte dieses imposanten Gebäudes anschaulich darstellte. Herr Harder, der sich seit langem bei den Spurensuchern auch mit der Geschichte unseres Dorfes befasst, führte die Landfrauen nun durch Probsteierhagen, entlang des Historischen Pfades. Dabei wusste er vieles zu berichten, was wir so noch nicht gehört hatten. In der Bahnhofstrasse steht sein Elternhaus und auch dorthin ging der Weg. Nach 2 Stunden gelangten alle zum Restaurant Irrgarten und Herr Harder bekam zum Dank für seine interessante Führung eine Spende für den Förderverein Schloss Hagen.

Traute Derdau und Herr Harder

Traute Derdau und Herr Harder

Nach einer stärkenden Mahlzeit übernahm die Landfrau Traute Derdau die weitere Gestaltung des Tages. Der "Irrgarten" ist ihr Elternhaus, hier ist sie aufgewachsen. So erfuhren die Landfrauen, dass der Grossvater von Traute Derdau auf dem Gelände eine Maulbeerraupenzucht betrieben hat. Die Seide wurde für Fallschirme benötigt. Der "Irrgarten" ist nicht nur ein Restaurant, in dem man gut und deftig essen kann, sonder beherbergt noch ein in Norddeutschland einzigartiges Heckenlabyrinth von 2000 qm Größe. Als Traute Derdau vorschlug, nach dem Essen noch durch dieses Labyrinth zu gehen, waren alle dabei.

LandFrauen im Irrgarten-Labyrinth

LandFrauen im Irrgarten-Labyrinth

Als es anfing dunkel zu werden, führte sie alle Teilnehmerinnen wieder zielsicher hinaus: "Das schaffe ich sogar im Dunkeln, ich bin doch hier gross geworden". Alle Landfrauen gingen zum Ausgangspunkt, zum Schloss Hagen zurück und hatten in unserem schönen Dorf so einige Kilometer zurück gelegt.

Text: Ulrike Schneider
Bild: Marlene Scheeler

 

Besuch der Klosterinsel Bordesholm und Kaffee-Genuss im Looper Antikcafé

Gut besucht war der Ausflug für Jung und Alt am 9. Juli 2014. Der LFV Probsteierhagen fuhr mit 43 LandFrauen nach Bordesholm zur Klosterkirche. Dort empfing uns bei herrlichem Sonnenschein Herr Claussen und führte uns zuerst zum Gesamtmodell der ehemaligen Klosteranlage von 1350. Der in Neumünster von Vicelin gegründete Augustiner-Chorherren-Stift befestigte die Insel im Bordesholmer See mit drei Dämmen und baute darauf eine Kirche und die Klostergebäude. Bis 1566 bestand, auch nach der Reformation, das Kloster, dann wurde es in eine Lateinschule umgewandelt. Aus dieser Gelehrtenschule entstand 1665 die Kieler Christian-Albrechts-Universität.

Vom früheren Kreuzgang des Klosters ist heute nur noch der kleine Teil erhalten, den der Diplomat Caspar von Saldern 1788 erwarb, um daraus eine Grabkapelle für seine Familie errichten zu lassen. Hier liegt er nun mit seinen "drei Frauen", seiner Mutter, seiner Ehefrau und seiner früh verstorbenen Tochter. Diese Kapelle wurde erst 2011 restauriert und wieder eröffnet.

Vom Kloster aus gab es auch einen unterirdischen Geheimgang bis zum See, doch wird über seine Bedeutung heute noch gerätselt. Im noch erhaltenen Gewölbekeller des Klosters werden wechselnde kleine Ausstellungen gezeigt.

Gewölbekeller

Ausstellung im Gewölbekeller

Die Klosterkirche selbst ist ein langgestreckter, dreischiffiger Backsteinbau ohne Turm. Der Kirchenraum hat eine enorme Höhe und ist gezeichnet durch ein schön verziertes Kreuzrippengewölbe.

Um die Kirche besser kennenzulernen, verteilte Herr Claussen aus seiner "Wundertüte" kleine Figuren und Fotos, deren Pendant jede LandFrau in der Kirche wiederfinden konnte. Ein fröhliches Suchen und Staunen begann. Schließlich wurden die Gegenstände auf einem großen Kirchenplan dahin gelegt, wo wir sie entdeckt hatten: z.B. der kleine Playmobil-Ritter gehörte zu dem spätgotischen Grabmal der Herzogin Anna, das im Mittelgang der Kirche steht, und in dem das Herzogenpaar Anna von Brandenburg und Friedrich I. von Schleswig-Holstein-Gottorp liegen. Ihre bronzenen Figuren schmücken den Deckel des Sargs, der Herzog in einer Ritterrüstung. Oder der Schlüssel, der im Kreuzpunkt des Rippengewölbes in einer Rosette zufinden ist.

Chorgestühl

Platznehmen im Chorgestühl

Als alle im Chorgestühl Platz genommen hatten, erklärte uns Her Claussen noch viele weitere christlich-kirchliche Symbolfiguren. Der berühmte Brüggemann-Altar wurde nach der Schließung des Klosters in den Schleswiger Dom gebracht. Nun steht in der Bordesholmer Klosterkirche ein spätbarocker Altar (ähnlich dem Altar in der Probsteierhagener Kirche). Dieser Altar wurde von Herzog Carl Friedrich I. 1727 gestiftet. Das Grab des Herzogs befindet sich in der sogenannten russischen Kapelle, der ehemaligen Sakristei.

Antik-Café

Gruppenfoto vorm Antik-Café

Nach so viel Kulturwissen verließen wir die kühle Kirche und freuten uns auf das Kaffeetrinken im Looper Antik-Café, wohin uns der Bus nach kurzer Fahrt brachte. Dort warteten Eierlikör- und Marzipan-Torte auf uns in hübsch gestalteten Räumen. Anschließend stöberten wir noch in dem kleinen Antik-Lädchen und nahmen die eine und andere Kleinigkeit als Souvenir mit. Auf der Rückreise unternahm unser Busfahrer noch eine etwas andere

Kaffeetrinken

Kaffeetrinken im Café

"Fünf-Seen-Fahrt" mit uns. Vom Bordesholmer See aus ging es vorbei am Borgfelder See zum Brahm- und Lustsee, zum Abschluss sahen wir noch den Langwedeler See. Bei den warmen Temperaturen wäre sicher gern die eine oder andere LandFrau an einer Badestelle ins kühle Nass gesprungen.

Foto rechts: Ein Dank ging an Helga Scherag, die diesen Ausflug wieder gekonnt geplant hatte und uns fröhlich und umsichtig begleitet hat.

Renate-M. Jacobshagen

 

Dank an Helga Scherag

Besuch des Schifffahrtsmuseum- und nicht die Moschee

Großes Interesse hatte bei den Mitgliedern des LFV Probsteierhagen der Besuch der Moschee in Kiel-Gaarden geweckt, aber leider musste der Besuch kurzfristig verschoben werden, da der Verantwortliche für die Führung erkrankt war. Also wurde für den 17.6.2014 ein Besuch des frisch renovierten Schifffahrtsmuseum arrangiert, und 20 LandFrauen kamen an den Seegarten in Kiel.

Vor den Werft-Modellen

Vor den Werft-Modellen

In der ehemaligen Fischhalle, die 1909 erbaut wurde, war 1978 das erste Schifffahrtsmuseum eröffnet worden. Zur Führung durchs Museum begrüßte uns Herr Mühlenbrink. Er verdeutlichte uns die Wichtigkeit Kiels als Marine- und Werftstandort im 19. und 20. Jahrhundert, vor allem unter dem Hohenzollern-Haus. Anhand eines großen Modells erfuhren wir über die drei verschiedenen Schiffbauweisen, auf der Helling, im Trockendock und im Schwimmdock. Drei große Werften bestimmten das Bild Kiels: die kaiserliche Werft nördlich der Schwentine-Mündung, die Howaldt-Werft und die Germania-Krupp-Werft. 30000 Werftarbeiter lebten und arbeiteten auf dem Ostufer und 60-70000 Marinesoldaten wurden in Kiel gezählt. Zu den Exponaten des Museums gehören ein Torpedo-Beiboot der kaiserlichen Marine und das Wrack eines 2-Mann-U-Boot aus dem Jahre 1902, ein Ellerbeker Fischerboot und Segelboote der Olympiade 1972.

Einen großen Bereich der Ausstellung nimmt die Marinemalerei ein. Große Bilder des wohl bekanntesten Marine- Malers Carl Saltzmann waren in der damaligen Zeit das Aushängeschild und Propagandamittel des Kaisers und seiner Familie.

Kaiser Wilhelm I. und Bismarck beschlossen in Windeseile den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal (1887-1895), den heutigen Nordostsee-Kanal, um eine schnellere Schiffsverbindung von Nord- zu Ostsee mit nur zwei Schleusen zu bekommen. Dieses Thema ist eine weitere Säule der Ausstellung.

In den Nischen der ehemaligen Fischhalle, wo früher die einzelnen Verkaufsstände waren, sind nun Themen wie "Blaue Jungs": die Werbung mit Matrosen z.B. auf den Golddollar-Zigaretten-Plakaten oder mit Kinder-Spielen, wie "Schiffe versenken", zu finden. Eine weitere Nische ist dem Kieler Matrosen-Aufstand und der Plakatkunst der Revolution gewidmet.

Die kaiserliche Jacht im Vordergrund

Die kaiserliche Jacht im Vordergrund

Immer wieder findet man Ausstellungsstücke, die auf die kaiserliche Jacht "Hohenzollern" hinweisen, so ein Wanderpokal in Silber in Form der Jacht, der in England wiedergefunden und ersteigert wurde. Die letzte Nische, die uns Herr Mühlenbrink erklärte, handelt über die Kolonialgeschichte des Kaiserreiches.

Mit den Worten: "Kiel ist durch die Marine groß geworden und mit der größer werdenden Marine kaputt gegangen" verabschiedete sich nach einer guten Stunde Herr Mühlenbrink von uns, und wir dankten ihm für seine interessante, lebendige Führung durchs neue Schifffahrtsmuseum Kiel.

Kaffeepause vorm Schifffahrtsmuseum

Kaffeepause vorm Schifffahrtsmuseum

Da das Museum auch ein ganz neu gestaltetes Café "Der alte Mann" erhalten hat, konnten wir bei herrlichem Sonnenschein im Außenbereich noch leckeren Kuchen mit einer Tasse Kaffee genießen.

Renate-M. Jacobshagen

Die Klassikerstädte Leipzig, Erfurt, Weimar

Ein Kulturprogramm erster Güte war das Thema einer 4tägigen Reise der LandFrauenVereine Ascheberg, Kirchbarkau und Probsteierhagen. Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner Sonnenseite, als am 22. Mai 2014 morgens gestartet wurde, und es sollten uns in Leipzig 31°C empfangen. Die 26 Frauen konnten sich in einer kurzen Freizeit einen kleinen Überblick von der Innenstadt mit dem prächtigen Bahnhof, dem größten Kopfbahnhof Europas mit drei Etagen Promenaden- und Einkaufsmeile, machen. Draußen war es heiß, drinnen war der Bahnhof klimatisiert, und es gab nette Geschäfte und leckeres Eis. Dann empfing uns unsere Stadtführung und fuhr im Bus zuerst an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei, wie am alten, großen Zoo, der Universität bis hin zum Völkerschlacht-Denkmal. Wieder zurück in der Innenstadt stiegen wir an der Thomaskirche, der Wirkstätte von Johann Sebastian Bach und dem Thomaner-Chor, aus und besuchten die Nikolai-Kirche, wo mit den Montagsdemonstrationen die friedliche Revolution 1989 begann, den Markt mit dem Alten Rathaus und die Mädler-Passage mit dem berühmten Auerbachs Keller. Dann endlich ging es zum Hotel, das etwas außerhalb im Grünen lag, und das Abendessen konnte auf der herrlichen Terrasse eingenommen werden.

Der nächste Morgen brachte kühleres Wetter, und wir starteten zur Fahrt nach Erfurt und Weimar. In Erfurt thronte der riesige Dom zusammen mit der Severikirche direkt über dem Domplatz, wo unser Bus parken konnte. Einige stiegen später die 70 Domstufen zur Kirche hinauf, aber zuerst begrüßte uns unsere Stadtführerin, um uns die Sehenswürdigkeiten Erfurts zu zeigen. Wir sahen die reichen Patrizierhäuser und reizvollen Fachwerkgebäude, kamen zur berühmten Krämerbrücke. Dies wohl älteste, profane Wahrzeichen der Stadt ist eine mit schmalen Fachwerkhäusern überbaute Gewölbebrücke, von denen heute noch 32 meist mit Läden bestückt erhalten sind. Hier erfuhren wir über den Blaudruck in Erfurt und sahen die Waidpflanze, aus der die Farbe für den Erfurter Blaudruck gewonnen wurde. Ein aufwendiges, "stinkendes" Verfahren, da zu dem Gärprozess viel Urin der Waidknechte benötigt wurde. Deshalb waren viele Waidhändler auch Bierbrauer, um die Urinproduktion in Gang zu halten. Der Rückweg führte vorbei an der alten jüdischen Synagoge und der Mikwe entlang der Gera und zurück auf den Domplatz. Hier wurde eine typische "Thüringer Bratwurst" verspeist, bevor es zur Weiterfahrt nach Weimar, der Stadt Goethes, ging.

 

Waidpflanze auf der Krämerbrücke

Waidpflanze auf der Krämerbrücke

Hier startete unsere Stadtführerin am Wohnhaus Goethes am Frauenplan, wo er 50 Jahre seines Lebens verbracht hat. Unser Weg führte dann weiter durch den Park an der Ilm mit seinen herrlichen Sichtachsen, dem Gartenhaus des Freiherrn, wo er sich gerne mit Charlotte von Stein zurückzog. Auch ihr Wohnhaus, in dem sie 50 Jahre bis zu ihrem Tode gelebt hatte, sahen wir. Heute ist es von einem spanischen Investor gekauft, der es für eine Dali-Ausstellung renovieren will. Weiter ging es vorbei an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die nach dem verheerenden Brand von 2004 wieder restauriert und 2007 neu eröffnet wurde. Das Stadtschloss liegt nur ein paar Schritte entfernt. Das barocke Schloss war Regierungs- und Wohnsitz der Herzöge bis zur Abdankung der Monarchie 1913 und beherbergt heute eine bedeutete Kunstsammlung mit Cranach- und Dürerwerken.

Durch eine Fußgängerzone gelangten wir schließlich zum Schillerhaus, dem Wohngebäude, in dem Friedrich Schiller seine letzten drei Lebensjahre verbrachte und unter anderem den "Wilhelm Tell" schrieb. Für unsere Geschichte von großer Bedeutung ist auch das Deutsche Nationaltheater, der Folgebau des Weimarer Hoftheaters, an dem Goethe Direktor war. In diesem neoklassizistischen Bau wurde 1919 die Weimarer Verfassung verabschiedet. Heute beheimatet es das Thüringer Theater und die Staatskapelle. Davor steht das berühmte Schiller-Goethe-Denkmal.

Die kulturellen Höhepunkte dieser beiden Städte konnten wir auf der Rückfahrt ins Hotel noch einmal verarbeiten. Den Abschluss des Tages und ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Krystall-Palastes mit seiner Varieté-Show "Auf & Davon - Lilli sucht die Sonne".

Lichthof der Rotkäppchen-Sektkellerei

Lichthof der Rotkäppchen-Sektkellerei

Der nächste Tag brachte uns nach Naumburg. Bevor wir die Domstadt erkunden konnten, führte uns eine äußerst charmante junge Dame durch die historische Sektkellerei Rotkäppchen, die ihren Beginn schon 1856 nahm, als die Brüder Moritz und Julius Kloss mit ihrem Freund Carl Foerster eine Weinhandlung gründeten und ein Jahr später eine Champagner-Fabrik nach französischem Vorbild anmeldeten. Diese Firma hat zwei Weltkriege, vier Währungssysteme und vier Gesellschaftsordnungen er- und überlebt. Wir sahen und hörten über den historischen Lichthof, die verschiedenen Produktionsstätten und bestaunten das über 100jährige, größte Eichen-Cuvéefass der Welt mit einem Verfassungsvermögen von 120 000 Litern. Es wurde aus 25 Eichen hergestellt.

Zum Abschluss kosteten wir ein Glas prickelnden Sekts. Dann ging es mit dem Bus in die Domstadt Naumburg, um mit einer interessanten Stadtführung durchs Marientor, vorbei am Nietzsche- Haus und über den Holzmarkt mit der Nietzsche-Statue auch das wunderschöne Renaissance-Rathaus zu bewundern. Ziel war natürlich die berühmte Stifterfigur "Uta" im Dom "Peter und Paul". Es blieb uns einige Zeit, um den Dom zu besichtigen und die kleinen Gassen mit ihren Geschäften kennenzulernen, bevor es zurück nach Leipzig ging.

Einige LandFrauen blieben gleich in der Innenstadt, andere fuhren zum Hotel, um sich für das Abendessen im historischen "Auerbachs Keller" vorzubereiten. Das Abendessen im historischen Weinkellerzimmer "Alt-Leipzig" mit den alten Gemälden von Leipzig in den Gewölbezwickeln war ein kulinarisches Highlight. Ein gelungener Abschluss für unsere Tage in Leipzig.

 

In der Judengasse in Naumburg

In der Judengasse in Naumburg

In Auerbachs Keller

In Auerbachs Keller

Bevor es am nächsten Tag Richtung Heimat ging, konnten wir wieder bei herrlichem Sonnenschein den Wörlitzer Park mit einer Gondel kennenlernen. Unser rudernder "Gondoliere" überraschte uns sogar noch mit einem stimmsicher vorgetragenen Lied, denn er war angehender Musikstudent. Dieser herrliche Park, angelegt von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, ist nach englischem Vorbild als Barock-Garten mit verschiedenen Sichtachsen angelegt und ist einer der größten Landschaftsparks Deutschlands und gehört zum UNESCO-Welterbe. Wir bestaunten das Schloss, die verschiedenen Tempel und die Vielzahl an Bäumen und Blumen. Leider war uns nur noch ein kurzer Spaziergang durch den Park möglich, bevor unser Bus wieder starten musste, da die Heimreise noch lang war. Eine Reise mit vielen kulturellen Höhepunkten in einer sehr harmonischen Gruppe von LandFrauen, die mit viel guter Laune reisten, und mit einem sehr umsichtigen, charmanten Busfahrer (Herrn Peters von Möllers Reisedienst), der uns immer gut versorgte, ging am Sonntagabend wie geplant zu Ende, und alle werden viele Anregungen und Erinnerungen mit nach Hause genommen haben.

Renate-M. Jacobshagen

Werbung: Dichtung und Wahrheit

Zu dem Thema "In ist, was drin ist - Dicke Werbelügen" hatten die Landfrauen Probsteierhagen die Bildungsreferentin des Landfrauenverbandes Schleswig-Holstein Ninette Seebode eingeladen. Frau Seebode hat in Kiel Ökotrophologie studiert, dies umfasst unter anderem Ernährungslehre einschließlich Diätetik und Gesundheitslehre.

Werbelügen

Zuerst erfuhren wir, wie Werbung arbeitet: sie will Sympathie wecken, soll Humor enthalten, will überraschen und letztendlich: Sex verkauft sich besonders gut. Werbung bedient uns mit Sprüchen, die uns jahrzehntelang im Gedächtnis bleiben wie "Die längste Praline der Welt" und der berühmte "Blubb". Auch wenn es diese Werbesprüche lange nicht mehr gibt, verbinden wir damit immer noch das Produkt.

Es wird häufig mit Schlagworten geworben, die falsche Illusionen wecken:

"Ohne Kristallzucker - heißt aber z.B. mit "Traubenfruchtsüße". Dieses Wort ist vom Hersteller erfunden und ist "ein Dicksaft, der aus reifen Trauben gewonnen wird". Er besteht hauptsächlich aus Wasser, Fruchtzucker und Traubenzucker. Somit ist es chemisch nichts anderes als Glucose-Fructosesirup.

Von einem mit Vitamin D angereicherten Jogurt müssten wir 1000 kcal zu uns nehmen, um den Tagesbedarf zu decken. Viel gesünder und preiswerter ist es einen kurzen Spaziergang im Tages- bzw. Sonnenlicht zu machen.

Ein Produkt "Mit extra viel Milch und Calcium" beinhaltet Milchpulver = Milchzucker, Emulgatoren und Aromastoffe im Gegenwert von einem Esslöffel Milch. Für den Gegenwert von einem Glas Milch müsste man 17 solcher Riegel essen und damit ca. 2000 kcal. Um mit diesen Riegeln den Calcium Tagesbedarf zu decken, nimmt man unnötigerweise zusätzlich noch 50 Stück Zucker und 125g Butter zu sich.

"Ohne Geschmacksverstärker" heißt mit Hefeextrakt. Klingt erst mal harmlos: Hefe, so wie im Hefeteig, was Gutes also - der Extrakt davon kann ja gar nicht schädlich sein. Oder? Proteine, viele Vitamine und Mineralstoffe sind im Hefeextrakt enthalten. Aber eben immer auch Glutaminsäure und ja, auch Glutamat, das Salz der Glutaminsäure. Wenn man dies nicht verträgt, bemerkt man das an Kopfschmerzen oder Übelkeit. Wenn man es verträgt, belohnt einen dieser Zusatzstoff lediglich mit Durst und Hunger.

Biolimonade (Bionade) klingt gut - Bio lässt sich immer gut verkaufen. Und wenn es dann noch um ein "Erfrischungsgetränk aus natürlichen Rohstoffen" handelt, muss es gesund sein. " Geschmack stammt von den namensgebenden Früchten " sagt die Werbung. In Wahrheit sind Aromastoffe und 1- 2 % Fruchtanteil enthalten. Generell gilt, wenn auf der Zutatenliste nicht das gewünschte drauf steht, ist es auch nicht drin.

"Natürliches Aroma Erdbeere". Die Weltproduktion der Erdbeeren würde nicht einmal für alle Bewohner der USA ausreichen. Also war auch hier die Lebensmittelindustrie sehr erfinderisch. Die Erdbeeren wurden ersetzt, wobei die appetitlichste Variante noch die Cranberries sind. Als Farbe dient Rote-Beete-Saft. Für die Stücken im Erdbeerjogurt sorgt ein besonderer Stoff. Der weltweit größte Hersteller von Aromastoffen hat seinen Sitz in Holzminden. Die Lebensmittelchemiker nehmen australische Sägespäne und weiteren Zutaten - die bleiben ein Betriebsgeheimnis. Nach der Bearbeitung schmeckt die Sägespäne nach Erdbeere. Wird das Rezept geringfügig verändert, kommt Himbeer-, Schoko- oder Vanillegeschmack heraus. "Mahlzeit", kann ich da nur sagen oder Ballaststoffe müssen auch sein. Wenn Sie einen Jogurt mit echten - wenn auch wenigen - Erdbeeren kaufen sollen, muss auf der Packung "Natürliches Erdbeeraroma" stehen. Die Wortstellung macht es aus.

Hähnchen- oder Fischgeschmack kann auch aus Klärschlamm hergestellt werden. Zitronensäure entsteht aus Schimmelpilzen und ist in Gummibärchen aber auch in Toilettenreiniger zu finden. Die rote Farbe in Salami und Getränken kann aus getrockneten Schildläusen stammen.

Wellnessprodukte sind immer hellblau verpackt und sollen die Leichtigkeit "Light " suggerieren. Die gesetzliche Bestimmung sagt, es muss eine Zutat um 30% geringer enthalten sein als im normalen Produkt. Dabei kann es sich auch um Salz handeln, 30% weniger Salz, aber genauso viel Fett oder Kohlenhydrate. "Light" bedeutet vor allen Dingen immer "teuer".

"Ohne Fett" beworbene Produkte dürfen nur höchstens 3% Fett enthalten. Der Geschmacksträger Fett wird dann aber in Süßigkeiten z.B. durch 75% Zucker ersetzt.

Lebensmittel, für die mit dem Satz "Für Diabetiker geeignet" geworben wird, enthalten Zuckeraustauschstoffe, die Durchfall und Hunger verursachen können und mindestens so viele kcal haben, wie Produkte mit raffiniertem Zucker.

Diese Aufzählung ließe sich beliebig lange fortsetzen.

Das neue Lebensmittelgesetz sagt aus "Was nicht erlaubt ist, ist verboten". Erlaubt werden nur Zutaten, die kostenintensive Genehmigungsverfahren durchlaufen haben. Darum gehen die Werbelügen langsam zurück. Aber die Werbeagenturen sind erfinderisch.

Frau Seebode stellte an das Ende ihres Vortrags folgendes Fazit: Glauben Sie nicht alles. was die Werbung Ihnen weiß machen will. Schauen Sie auf die Verpackung und gehen Sie mit der Lesebrille zum Einkaufen. Aber es soll auch gelten: Wenn Sie etwas Süßes oder Fettes essen wollen - genießen sie es bewusst - möglichst selbstgemacht, dann wissen Sie auch was drin ist.

Text und Bild: Ulrike Schneider

Organspende - Organtransplantation - Organspendeausweis

Fast jeder von uns hat von seiner Krankenkasse einen Organspendeausweis zugeschickt bekommen. Aber haben Sie ihn auch schon ausgefüllt? Vielseitig sind die Entschuldigungen: "Ich bin ja sowieso zu alt" - "Ich habe kein Vertrauen in die Ärzteschaft" - "Das kann ich auch noch später erledigen".

Es war ein entsetzlicher Schock für die Eltern, Geschwister und Freunde als im Jahr 2010 Ferdinand von Behr tödlich bei einer Fahrt mit einem Quad verunglückte. In Erinnerung an ihren Sohn stifteten Jutta und Wilken von Behr einen Organspenderpreis. Für das Engagement der Ortsvereine der Landfrauen i.S. Organspende hat der Landesverband der Landfrauen Schleswig-Holstein in diesem Jahr stellvertretend den Ferdinand-von-Behr-Organspendepreis erhalten.

Die Landfrauen Probsteierhagen haben sich Anfang April ebenfalls professionell informieren lassen. Herr Dr. Rainer Günther, Oberarzt des UKSH, hat uns mit seinem Vortrag die Entscheidung leichter gemacht, die von der Krankenkasse erhaltenen Ausweise nun endlich auszufüllen und zu unseren Papieren zu legen. Im Unterschied zu anderen Ländern muss man sich in Deutschland bewusst entscheiden, ob man Organspender sein will oder auch nicht. Es heisst nicht umsonst Spende - ein Geschenk der Nächstenliebe. Auch wir können schon morgen durch eine Erkrankung oder einen Unfall zu denen gehören, die auf ein neues Organ warten. Wenn wir uns in diese Lage versetzen, fällt die Entscheidung vielleicht leichter, Organspender zu werden. Aber auch diejenigen, die aus z.B. religiösen Gründen mit einem unversehrten Körper beigesetzt werden wollen, müssen eine Entscheidung treffen, den Organspendeausweis mit einem "nein" ausfüllen, möglichst bei sich tragen und die Angehörigen über die Entscheidung informieren.

Herr Dr. Günther klärte uns umfassend auf: In Deutschland stehen ca. 11.000 Menschen auf der Warteliste, die auf ein neues Organ warten - ca. 8.000 davon auf eine Niere. Dagegen stehen 850 Organspenden im Jahr 2013.
Es können sowohl Organe als auch Gewebe transplantiert werden und zwar von Spendern bis ins hohe Alter. Anhand von vielen Beispielen erfuhren wir Genaues über die Diagnostik des Hirntods und dass ausschließlich Menschen, die einen Hirntod in einer Klinik erlitten haben, als Spender in Frage kommen. Diese Patienten müssen weiter beatmet werden, damit die Durchblutung der zu entnehmenden Organe gewährleistet wird.

Nach der Entnahme bleibt je nach Organ unterschiedlich viel Zeit, dieses zum Empfänger zu bringen. Dabei hilfreich ist die Organisation "Eurotransplant" mit Sitz in Leiden (NL). Dort laufen alle Informationen zusammen und nach einem ausgeklügelten Punktesystem wird der Empfänger eines Organs bestimmt. Die von der Presse fälschlicherweise als "Organspendeskandal" benannten Unregelmäßigkeiten betrafen nicht die Organspende. Es handelte sich im Jahr 2012 um einen "Transplantationsskandal". Bei der Verteilung der zu transplantierenden Organe wurden Unregelmäßigkeiten aufgedeckt, bei denen Patienten bevorzugt wurden.

Organspende

Dank an Dr. Günther von Ulrike Schneider

Durch diesen Vortrag von Herrn Dr. Günther wurden Bedenken zerstreut, Ängste genommen und Vertrauen in die Transplantationsorganisation gebildet. Die Landfrauen haben die Informationen als sehr positiv und sehr verständlich empfunden. Was weiterhin als sehr angenehm aufgenommen wurde, dass man sich nicht überredet fühlte, den Ausweis mit "ja" auszufüllen. Ich denke aber trotzdem, es werden nun einige - wenn auch meist ältere - potentielle Organ- / Gewebespender dazukommen.

Text: Ulrike Schneider
Bild: Marlene Scheeler

Landfrauen Probsteierhagen bauen Insektenhotels

Seit Monaten hatten die Landfrauen Tannenzapfen, Reet, Schneckenhäuser, Rinde und vieles mehr gesammelt, weil für Ende März der Termin zum Bauen von Insektenhotels angesagt war. Als es nun endlich soweit war, kamen 9 Frauen zusammen, die sich unter der Anleitung von Heike Lange vom Kreislandfrauenverband Plön einen Tag lang handwerklich betätigten.

Heike Lange hatte gute Vorarbeit geleistet und kam mit einem Kofferraum voll Material zum Ferienhof Sye. Dort hatte unsere 1. Vorsitzende Karen Sye einen großen Raum vorbereitet, in dem es nun losgehen sollte. In exaktem Maß vorgeschnittene Hölzer wurden gefeilt, gebohrt und zusammengeschraubt. Dachpappe verlieh den Häuschen ein fast professionelles Aussehen. Dann wurden die einzelnen Abteile mit den gesammelten Materialien gefüllt. Gitterdraht hindert jetzt alles am Herausfallen.

Insektenhotel

Insektenhotels entstehen

Wir bedankten uns bei Heike Lange mit einem Büchergutschein für die arbeitsintensive Vorbereitung des Unternehmens. Ein besonderer Dank galt aber auch Karen Sye, nicht nur für das zur Bereitstellen der Räumlichkeiten, sondern auch für das Anrichten einer reichhaltigen feinen Brotzeit.

Insektenhotel

fertiges Insektenhotel

Es wurde wie immer viel gelacht, und wir freuten uns, so einen schönen Tag miteinander verbracht zu haben

Text: Ulrike Schneider
Bilder: Karen Kähler-Sye

 

Jahreshauptversammlung der Landfrauen Probsteierhagen

Wie in jedem Jahr fanden sich zahlreiche Landfrauen in Suckow's Gasthof zur Jahreshauptversammlung ein. Die 1. Vorsitzende, Karen Kähler-Sye, begrüßte alle Anwesenden und überbrachte Grußadressen aus Kreis und Land. Wir freuten uns besonders, Brunhilde Zander vom Kreislandfrauenverband Plön willkommen heißen zu können. Da die Landfrauen zu jedem Jahresende nicht nur die Kirche, den Förderverein Schloss Hagen, das DRK Probsteierhagen sondern auch die Palliativverein e.V. in Kiel mit Spenden bedenkt, konnte sie auch von freundlichen Danksagungen berichten. Die Abwanderung wurde durch Neueintritte fast ausgeglichen, und so können wir auf die stattliche Anzahl von 202 Mitgliedern schauen.

Dietlinde Ude und Renate Jacobshagen weckten mit einer Diashow nicht nur die Erinnerung an die vielseitigen Unternehmungen des vergangenen Jahres, sondern machten auch Lust auf die Programmpunkte 2014.

Die Kassenwartin Nicole Zebrowski erklärte die Einnahmen und Ausgaben des abgeschlossenen Geschäftsjahres und stellte zum besseren Verständnis die einzelnen Posten denen des Vorjahres gegenüber. Daraufhin wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Zur Wahl stand in diesem Jahr turnusmäßig die stellvertretende Kassenwartin. Dietlinde Ude erklärte sich dankenswerterweise bereit, diese Vorstandsarbeit weiterhin zu leisten und wurde ebenfalls einstimmig wieder gewählt.

Dietlinde Ude ist wiedergewählt als stellvertr Kassiererin

Anja Steen schied nach vier Jahren als Beisitzerin aus dem Vorstand aus. Sie erhielt ein Präsent als Dank für die immer einsatzfreudig geleistete Arbeit. Das Vorschlagsrecht für eine neue Beisitzerin hatten die Mitglieder aus Brodersdorf. Vorgeschlagen wurde Helga David, die die Ernennung gerne annahm.

Begrüßung Helga David

Karen Sye gratuliert Helga David rechts zur Wahl der neuen Beisitzerin Mitte Brunhilde Zander vom KLFV Plön

 

Verabschiedung Anja Steeen

Anja Steen wird als Beisitzerin verabschiedet

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