Aktuell

Ein Blick hinter die Kulissen des Opernhauses (Juni 2018)

„Wie hoch ist der Theaterhimmel?“ oder „Wo bleiben die vielen Requisiten“- das waren vielleicht die Fragen, mit denen die 19 LandFrauen zum Opernhaus Kiel kamen, um einen Blick hinter die Fassade des 1905 erbauten Hauses zu werfen. Viele Fragen konnte die Theaterpädagogin Marie Coring uns auf dem Weg durch das Gebäude beantworten. Zuerst im Zuschauerraum erlebten wir eine sog. Bauprobe für ein Bühnenbild der nächsten Premiere im Herbst. Da das Theater keinen fest angestellten Bühnenbilder hat, werden jeweils Gast-Bühnenbildner engagiert, die weit vor der ersten Aufführung zusammen mit allen Verantwortlichen ihre Ideen besprechen und schauen, wie weit dies auf der Bühne nachgebaut werden kann = Bauprobe. Das Theater hat ca. 500 Angestellte für alle 3 Häuser (Opern-, Schauspielhaus und Werftparktheater), die Hälfte davon ist künstlerisch tätig. Wir schauten bei den Maskenbildnern und den Garderoben der KünstlerInnen vorbei. Eine Ausbildung zur Maskenbildnerin dauert 3 Jahre, wobei man zuvor eine Friseurlehre absolvieren sollte. 40-80 Stunden wird an einer Perücke meist aus Echthaar für eine Sängerin oder Sänger gearbeitet. Für jeden Künstler gibt es einen „Holzkopf“, auf dem die Perücke entsteht. Manchmal wird auch Büffelhaar und bei barocken Perücken auch Kunsthaar verwendet. Gestaunt haben wir über die kleinen Garderoben, in denen sich meist 3-4 Sängerinnen vorbereiten und ankleiden müssen. 10 Maskenbildnerinnen beschäftigt das Theater in wechselnden Schichten. Aus der Requisitenwerkstatt kommen nachgebildete Lebensmittel, wie z.B. die Lebkuchen fürs Knusperhaus von „Hänsel und Gretel“, aber auch Getränke und andere Utensilien.

Theaterpädagogin Marie Coring 2. von rechts

Theaterpädagogin Marie Coring 2. von rechts

Nun können wir auch einen Blick von hinten auf die Bühne wagen, die Bauprobe war vorbei. Wie riesig ist die Entfernung bis zum Zuschauerraum und wie turmhoch ist der Bühnenhimmel! 18 m verrät uns Frau Coring. Die Bühne hat 9 Hubpodien, und die Kulissen werden durch einen Lastenaufzug, der 5 t Tragkraft hat, aus der Tischlerei, die im oberen Stockwerk ist, auf die Bühne transportiert. Nun aber fahren wir mit diesem Lastenaufzug nach oben in die Werkstatt. 10 Tischler und eine Auszubildende bauen hier die Kulissen. Fast alles wird aus Holz nachgebildet. 3-4 Monate vor einer Aufführung beginnen die Arbeiten. Die vielen Kulissen verbleiben übrigens nur zu einem kleinen Teil im Opernhaus. Die meisten, die auch gerne wiederverwendet werden, sind an verschiedenen Lagerstätten in Kiel aufbewahrt.

Eine Treppe höher betreten wir den Malsaal, der nach frischer Farbe riecht und eine gut funktionierende Lüftung hat. Aber am spannendsten ist die Kleiderkammer unterm Dach. Der Kostümfundus, der hier auf engsten Raum verwaltet wird, hat 25 000 Einzelteile nur für die Damen und die Tiere. Die Kostüme für die Herren lagern anderswo. Welchen Spaß haben wir, uns die Vielzahl von Kleidern, kurz oder lang, mit Rüschen oder Schleiern, aber auch Korsagen und Pelze, Hüte und Mäntel anzuschauen. Alles, wenn möglich, nach Farben sortiert. Auf unserem Rückweg können wir noch einen kurzen Blick in den Ballettsaal werfen, wo gerade noch für den kommenden Ballettabend geprobt wird. Über unsere vielen Eindrücke von der Arbeit an einem Opernhaus können wir uns noch bei einer Tasse Kaffee in der Kantine des Hauses austauschen.
Renate-M. Jacobshagen
Foto: Marlene Scheeler

 


Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen

Goethe

Steine Weg
Foto: twinlili / pixelio.de

Für das gemütliche Familienessen

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Ein Sommernachmittag auf Gut Emkendorf

Bei schönstem Sonnenschein empfing das Gut Emkendorf 19 LandFrauen, die sich auf eine Führung durch das 1190 erstmals erwähnte Herrenhaus freuten.

Blick aus dem Garten

Blick aus dem Garten

Seit 1480 befand sich das Anwesen nahe des Westensees im Besitz der Familie Ahlefeldt. Wechselnde Besitzer folgten, bis Emkendorf 1764 von der Familie Reventlow gekauft wurde. Fritz und Julia Reventlow gestalteten maßgeblich das Herrenhaus, wie es sich uns heute präsentiert. Sie holten den Architekten Carl Gottlob Horn und zur Ausgestaltung der Räume den genialen Maler Giuseppe Anselmo Pellicia und den Stuckateur Francesco Antonio Tadey. So beeindruckten uns die plastischen Türmalereien und die aufwendigen Stuckarbeiten in den verschiedenen Räumen. Sie unternahmen mehrere Reisen nach Italien und brachten wunderbare Gemälde mit, die teilweise als Türbilder die Räume zieren. Die Ausgaben für die reiche Ausgestaltung des Gutes mit über 100 Gemälden, Möbeln und anderen Kunstschätzen verdankten sie den großen Erbe Julias durch ihren Vater Heinrich Carl von Schimmelmann. Julia von Reventlow gründete den Emkendorfer Kreis, einen Debattierkreis, der dem Gut auch die Bezeichnung „Weimar des Nordens“ eintrug. Es wurden nicht nur Freunde und Adlige aus der Umgebung eingeladen, sondern auch berühmte Persönlichkeiten wie die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock und Matthias Claudius, Theologen und Philosophen, auch Professoren und Mediziner der Kieler Universität. Julia hieß sie in ihrer offenen Art alle willkommen, wie dies auch auf einem Porträt von Angelika Kauffmann dargestellt ist. Nach ihrem Tod 1816 wurde es still auf Gut Emkendorf, und Fritz ging in den diplomatischen Dienst nach Berlin.

Blick aus dem Garten

Blick aus dem Garten

1929 ging das Gut in den Besitz der Familie Heinrich. So konnten wir in der riesigen Bibliothek mit 4873 Büchern auch die umfangreiche Sammlung von Spazierstöcken, gesammelt von Dr. Curth Heinrich, bewundern.

rustikale Kaffeetafel

Rustikale Kaffeetafel

Bevor wir im Gartensaal die rustikale Kaffeetafel genießen konnten, führte uns unsere kompetente Begleiterin, die alle unsere Fragen beantworten konnte, vorbei an dem imposanten Treppenaufgang, dessen Geländer Pellicia mit Masken bemalte, die 482 verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen. Vom Gartensaal hat man einen Blick auf den von Architekt Horn gestalteten Landschaftsgarten nach Wörlitzer Vorbild. Ein beeindruckender Nachmittag endete mit einem Gruppenfoto auf der Treppe des Gutshauses in der warmen Nachmittagssonne.

auf der Gutstreppe

Auf der Gutstreppe

Renate-M. Jacobshagen
Fotos: Marlene Scheeler

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Besuch beim „jungfräulichen Hering“

An einem herrlichen Sommertag im Mai 2018 auf dem Wege durch das grüne, blühende Mittelholstein brachte uns der Bus nach Glückstadt, die Stadt, wo der echte Glückstädter Matjes zu Hause ist. Zuerst der Besuch in der Matjes-Manufaktur, wo wir die Geschichte des heutigen Original Glückstädter Matjes hörten.

Geschichten über den Matjes

Geschichten über den Matjes

In den 70ziger Jahren gab es keine Fischer mehr, die nach Original-Rezepten den Matjes herstellten, aber er sollte weiterexistieren, der Glückstädter Matjes. So fand ein junger Mann nach vielen vergeblichen Versuchen mit Hilfe alter Rezepte doch den Weg zu den mildsalzigen, nach Meer und Algen duftenden kleinen Filets. Aus Skagen schockgefrostet werden die jungfräulichen Heringe eingekauft, dann gekehlt und mit Salz in Fässern eingelegt. Jeden Tag werden sie gewendet, damit sich die eigenen Enzyme gleichmäßig verteilen. Es wird fortwährend der enzymatische Reifungsprozess geprüft. Ist der Matjes fertig, wird per Hand die Mittelgräte gezogen und jedes Filet gesäubert. Weil die jungfräulichen Heringe Fische sind, die noch nicht gelaicht und weder Rogen noch Milch angesetzt haben, sind sie nicht sehr groß, haben den richtigen Fettgehalt, um glänzend und lecker auf dem Teller zu liegen. Gleich an der Manufaktur gab es Kostproben des Originals und der verschieden eingelegten Matjesarten.

Dietlinde Ude und Elisabeth Rumohr freuen sich auf den Matjesteller

Weiter ging es zum reichhaltigen Matjesbuffet mit allen erdenklichen Beilagen zum Sattessen.

Bei der Stadtführung in Glückstadt

Bei der Stadtführung in Glückstadt

Danach lernten wir Glückstadt durch einen Stadtführer kennen, der uns die Geschichte und die Schönheiten dieser vom dänischen König Christian IV. gegründeten und geplanten Stadt zeigte.

Dann folgte eine herrliche Schiffsreise auf der „Adler Princess“ aus dem Glückstädter Hafen auf die breite Elbe.

Antje Lage und Helga David genießen die Sonne

Antje Lage und Helga David genießen die Sonne

Gegen Wind und Ebbe duckerte das Schiff vorbei an vielen markanten Punkten, wie dem Atomkraftwerk Stade, die Schiffsbegrüßungsanlage bis schließlich die Elbphilharmonie nach 4 Stunden auftauchte. Ein erlebnisreicher Tag ging mit der Busfahrt von Hamburg nach Probsteierhagen zu Ende.

Text: Renate-M. Jacobshagen
Fotos: Marlene Scheeler

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Jahreshauptversammlung am 13.2.2018 im Irrgarten

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des LFV Probsteierhagen besuchten 42 Mitglieder. Als Gast des Kreisverbandes Plön war Helga Först (Schatzmeisterin) aus Darry gekommen.

Nach der Begrüßung durch Karen Kähler-Sye verfolgten die LandFrauen einen Jahresrückblick mit einer Fotoshow und ließen sich auf das neue Jahresprogramm 2018 einstimmen. Nicole Zebrowski stellte als Kassenwartin den Kassenbericht 2017 vor, der von der Versammlung einstimmig genehmigt wurde.

Helga David wird als Beisitzerin verabschiedet

Helga David wird als Beisitzerin verabschiedet

Helga David war 4 Jahre lang Beisitzerin und wurde mit einem Geschenk und einer Rose verabschiedet. Als neue Beisitzerin wurde Angela Gripp aus Lilienthal gewählt. Die Kunsthistorikerin und Fremdenführerin stellte sich dem Auditorium vor.

Angela Gripp unsere neue Beisitzerin mit Karen Kähler-Sye

Angela Gripp unsere neue Beisitzerin mit Karen Kähler-Sye

Als neue Kassenprüferin stellte sich Annette Schmortte aus Laboe zur Verfügung und wurde benannt. Nach dem Ausblick auf die Aktivitäten 2017 und 2018 im Kreisverband, vorgestellt von Helga Först, wurde ein Abendimbiss serviert. Zum Abschluss sprach Karen Kähler-Sye über die Geschichte und Bedeutung der Knicks in Schleswig-Holstein. Vieles war den Zuhörerinnen nicht bekannt, und so nahmen sie neues Wissen über die Knicks mit. Der Spruch „Ich wünsche jedem jeden Tag etwas Zeit für sich“ begleitete uns auf dem Nachhause-Weg.

Bericht und Fotos: Renate-M. Jacobshagen

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Neujahrsfrühstück im „Seeblick“ am 10.1.2018

Es hat nun schon fast Tradition, dass die LandFrauen sich zu einem Neujahrsfrühstück im Januar treffen, um das neue Jahr zu begrüßen und sich über die kommenden Veranstaltungen zu informieren. Das Jahr 2018 begann im Hotel „Seeblick“ in Möltenort am 10.1.2018, und 30 Frauen freuten sich auf das leckere, reichhaltige Frühstücks-Büffet. Es gab viel Gesprächsstoff über die vergangenen Festtage und die kommenden Aktivitäten aus dem Jahresprogramm, das Karen Kähler-Sye vorstellte. Es wurde auch nochmal auf den Plattdeutschen Gesprächskreis, den Kreativ- und Kulturkreis hingewiesen, sowie auf den Stammtisch, der sich immer am letzten Mittwoch im Monat im Lutterbeker trifft.

Neujahrsfruehstueck

Zum Abschluss las uns Karen Kähler-Sye noch ein „Tagebuch für den Januar“ zum Schmunzeln vor. Bei Sonnenschein und mit einem herrlichen Blick über die Förde verabschiedeten sich alle LandFrauen nach Hause oder zu einem Spaziergang am Fördeufer.

Renate-M. Jacobshagen
Foto: Marlene Scheeler

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