Aktuell

Weihnachtsfeier 2018 mit Karl-Heinz Langer

Hübsch weihnachtlich geschmückt in mühevoller Handarbeit von den Laboer LandFrauen war der Saal vom „Sapore“, als dort am 12. Dez. 2018 unsere Weihnachtsfeier stattfand. 48 Frauen waren gekommen, um die köstliche Bratapfeltorte zu genießen, die Frau Bonadies selbst gebacken hatte. Und natürlich gab es wieder den leckeren Stollen von Marlene Scheeler. Der Nachmittag wurde begleitet von Karl-Heinz Langer, der plattdeutsche und hochdeutsche Weihnachtsgeschichten erzählte, und Rainer Schwarz, der mit Gitarre, Konzertina und Mundharmonika selbst sang und unsere Weihnachtslieder begleitete. Manch‘ eine Geschichte brachte uns zum Schmunzeln, manch‘ eine war bekannt, aber der gemeinsame Gesang brachte die richtige Weihnachtsstimmung. Unserer Vorsitzenden Karen Kähler-Sye dankte Dietlinde Ude mit einem Geschenk für ihre mühevolle, engagierte LandFrauen-Arbeit. Am Ende nahmen viele Frauen ein Teil aus der weihnachtlichen Deko mit, um die schöne Stimmung nach Hause zu tragen.

Die LandFrauen lauschen den weihnachtlichen Geschichten v. Karl-Heinz Langer

Die LandFrauen lauschen den weihnachtlichen Geschichten
von Karl-Heinz Langer

Dietlinde Ude dankt der Vorsitzenden Karen Kähler-Sye mit einem Weihnachtsgeschenk

Dietlinde Ude dankt der Vorsitzenden Karen Kähler-Sye
mit einem Weihnachtsgeschenk

Text: Renate-M. Jacobshagen
Fotos: Marlene Scheeler

 

 

 

 


Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen

Goethe

Steine Weg
Foto: twinlili / pixelio.de

Für das gemütliche Familienessen

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Fahrt zum Weihnachtsmarkt in Bückeburg

Angela Gripp Anja Steen und Inge Schneekloth-Plöger genießen das Abendessen im Hotel

Angela Gripp Anja Steen und Inge Schneekloth-Plöger genießen das Abendessen im Hotel

Weihnachtsmarkt in Bückeburg

Weihnachtsmarkt in Bückeburg

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Ein gemütlicher Nachmittag mit Theodor Storm

Ein November-Nachmittag an der Ostseeküste, auch wenn er nicht grau ist, lädt trotzdem ein, um bei warmem Kaffee und leckerem Kuchen etwas über das Leben von Theodor Storm und seiner Geliebten Doris zu erfahren. So kamen 28 LandFrauen ins Koffiehuis nach Laboe und erfuhren zuerst von Martina Andresen, wie es im Leben von Theodor Storm ausgesehen hat, wo er gelebt und gewirkt hat. Im Anschluss gab Renate Jacobshagen Leseproben aus dem Buch „Sturm und Stille“ von Jochen Missfeldt. Dieser fiktive Roman erzählt über die junge Geliebte des Dichters, die 15 Jahre durch Schleswig-Holstein zieht, um zu lernen und sich selbst zu behaupten, und um schließlich nach dem Tod der ersten Frau Constanze doch noch Storms Ehefrau zu werden. Gebannt hörten die LandFrauen diese Geschichte einer besonderen Frau. Die eine oder andere wird sicherlich den gesamten Roman lesen wollen.

Vortrag Theodor Storm

Karen Kähler-Sye dankt Martina Andresen und Renate Jacobshagen für den Storm-Vortrag

Text: Renate-M. Jacobshagen
Fotos: Marlene Scheeler

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Als Zahnärzte auf den Kapverden

Wo liegen eigentlich die kapverdischen Inseln? Das fragten sich 18 LandFrauen, als sie zu dem Vortrag „Als Zahnärzte auf den Kapverden“ von Dres. Ute und Wolfgang Kehl aus Plön kamen. Die Antwort: Westlich von Afrika, auf der Höhe vom Senegal, 3 Flugstunden südlich der Kanarischen Inseln liegt die Inselgruppe im Atlantik. Das Zahnarzt-Ehepaar hatte sich nach 40 Jahren Tätigkeit in ihrer eigenen Praxis einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Im Dienst der Organisation „Zahnärzte ohne Grenzen“ halfen sie ehrenamtlich 14 Tage lang Anfang 2016 der vornehmlich armen Bevölkerung das erste Mal unter schwierigsten Bedingungen in sozialen Gesundheitszentren. Es gab keine ihnen bekannten hygienischen Standards, nur einen wackeligen Behandlungsstuhl oder eine 3-Bein-Liege, keine Behandlungseinheit mit Bohrer und Absauganlage, vieles musste improvisiert werden. Vor allem fehlte ein vernünftiges Licht zur Behandlung.

Dres. Kehl beim Vortrag in Probsteierhagen im Hintergrund Evi Paasch

Dres. Kehl beim Vortrag in Probsteierhagen im Hintergrund Evi Paasch

Frau Dr. Kehl einer besonders reizende Patientin

Frau Dr. Kehl mit einer besonders reizenden Patientin

 

Die Bevölkerung, vor allem die Kinder, leiden durch einen großen Konsum von Süßigkeiten und Cola an profunder Karies, manchmal sind die Milchzähne und auch die bleibenden Zähne zerstört. Fast jedes Kind hat ständig einen Lolli im Mund, um satt zu werden, die Verkaufsstände von Süßigkeiten stehen vor jeder Schule und jeder Kirche. Wegen mangelnder Behandlung waren Entzündungen bei den Erwachsenen schon nach Außen gewuchert und mussten operativ versorgt werden. „Es ging nur noch um Füllung oder Ziehen“ sagt Dr. Kehl.

„Ein Sanieren der Gebisse war unser Wunsch, aber Extrahieren war die Wirklichkeit“, so Frau Dr. Kehl, die vornehmlich für die Operationen zuständig war. Dies auch unter schwierigsten Bedingungen. Doch die Freundlichkeit und große Dankbarkeit der Patienten erfreute die beiden Zahnärzte immer wieder.

Es wurden Schüler und Erwachsene behandelt, die manchmal einen Fußweg von 2 Stunden aus den Armenvierteln hinter sich hatten, aber auch eine Gruppe von Strafgefangenen, die sich sehr umgänglich und freundlich verhielten.
Am Ende ihrer Zeit hielt das Ehepaar Kehl noch eine Aufklärung vor vielen Kindern einer Schule ab. Es wurden Zahnbürsten und Zahnpasta verteilt, denn so etwas gibt es in keinem Supermarkt zu kaufen. Aber auch über Luftballons und Armbändern freuten sich die Kinder.

Schulkinder mit der Freude über Luftballons

Schulkinder mit der Freude über Luftballons

Schulspeisung

Schulspeisung mit Nudel-Wasser-Suppe

 

Die Schüler erhalten in der Schule jeden Tag eine Schulspeisung, die aus einer Nudel-Wasser-Suppe besteht. Aus Spendengeldern haben die Zahnärzte aus Plön nicht nur zur Schulhofsanierung beigetragen, sondern auch ein Weihnachtsessen bestehend aus Hühnchen und Reis für 300 Kinder gespendet. Dies wurde mit einem großen Fest mit Aufführungen und Gesang und Tanz gefeiert.

Ein Begriff hat die beiden Zahnärzte auf den Kapverden immer wieder beeindruckt: „Morabeza“, das bedeutet Gastfreundschaft, Freundlichkeit und Lebensfreude. Das Ehepaar wird in 4 Wochen und dann Anfang 2019 wieder dort sein und der armen Bevölkerung mit viel Freude und ehrenamtlichem Engagement helfen. Und eine Spende von 100 € von den LandFrauen im Gepäck haben.

Text: Renate Jakobshagen
Fotos: Marlene Scheeler, Dres. Kehl

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Spaziergang durch Möltenort

Am 19. Sept. 2018 machten 18 LandFrauen einen Spaziergang durch Möltenort. Möltenort ist ein Ortsteil der Gemeinde Heikendorf und wurde 1613 erstmalig erwähnt. Das Gebiet hat eine Fläche von 16 Hektar. 1655 gründeten die Möltenorter ihre Gilde. 1755 gab es 12 Fischerkaten im Ort. Sie wurden bewohnt von den Familien Dahmke, Möller und Rix.
In der Zeit von 1867 bis 1913 war Möltenort eine eigenständige Gemeinde, aufgeteilt in Orth und Achtern Orth. Orth ist ein Landvorsprung, auf dem heute das Ehrenmal steht.

Karte von Möltenort

Karte von Möltenort

1896 gab es 19 Schiffer und Fischer und drei kleine Häfen aus Stein. 1907 wurde ein großer Hafen gebaut, mit dem sich die Möltenorter stark verschuldeten, so dass sie die Kredite nicht tilgen konnten. 1913 haben die Heikendorfer Bauern diese Schulden übernommen und verlangt, dass sich Möltenort eingemeinden lässt.

Ulla Lange (4. von rechts) begrüßt die LandFrauen

Ulla Lange (4. von rechts) begrüßt die LandFrauen

Wir haben unseren Spaziergang am Galeriecafé Röhrskroog begonnen und sind zuerst Vörn Orth gewandert. Nach einer gemütlichen Kaffeepause im Fährhuus direkt am Möltenorter Anleger haben wir den zweiten Teil unseres Spaziergangs (Achtern Orth) gemacht.

Abschlussfoto am Möltenorter Strand

Abschlussfoto am Möltenorter Strand

Text: Ulla Lange
Fotos: Marlene Scheeler

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Vom Resthof zum Rosenpark - ein langer, ambitionierter Weg

Wenn ein Rosenbauer, der viele Jahre Rosen als Containerware zum Verkauf gezüchtet hat, diese Kulturen mit viel Torf und Spritzmittel aber nicht mehr vertreten möchte, dann kommt er auf die Idee, einen Resthof mit einigen Hektar Land zu finden, um sich dort um die Rosen zu kümmern, die hier im Norden gedeihen und die die Vielfalt der Rosen zeigen. 2016 fanden Cirsten Klein und Horst Peters endlich in Stoltenberg in der Probstei einen solchen Resthof mit ca. 5000 qm, um dort einen Rosenpark nach ihren Vorstellungen anzulegen.

Horst Peters inmiiten seiner Rosen mit dem Rücken Cirsten Klein

Horst Peters inmitten seiner Rosen mit dem Rücken Cirsten Klein

Diesen noch jungen Rosengarten mit mehr als 600 Sorten besuchten der LFV Probsteierhagen im Juli 2018. Mit großer Begeisterung und Herzblut erklärte uns Horst Peters, wie sein Rosenpark gestaltet wird und nach welchen Kriterien, die Rosen ausgewählt werden, die hier nun ohne Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel gedeihen. Die Pflanzen sind eingebettet in einer Wiese mit heimischen Blühpflanzen, die leider in diesem Jahr wegen der lang anhaltenden Trockenheit nicht sehr reich blühten. Umrahmt wird das Areal von einem bienen- und schmetterlingsfreundlichen Saum, der von einem typischen Knick aus heimischen Hölzern nach Norden hin geschützt wird.

Karen Kähler-Sye begrüßt die LandFrauen im Rosengarten Stoltenberg

Karen Kähler-Sye begrüßt die LandFrauen im Rosengarten Stoltenberg

Bei unserem Gang zu den Rosen wurden wir, da viele Pflanzen schon ihre Blüte hinter sich hatten, auf die Vielfältigkeit der Früchte und die Unterschiede im Laub aufmerksam gemacht. Da gibt es Hagebutten, die stachelig wie eine Kastanie sind, oder birnenförmig und rotorange oder klein und ganz schwarz. Das Blattwerk kann ganz gefiedert oder derb wie ein Kartoffelblatt sein und streicht man über die Pflanze, so kann es wunderbar duften. Unterschiedlich duften die Blüten all dieser Sorten, anders wie die käuflichen Schnittrosen, die wegen der besseren Haltbarkeit ihren Duft verloren haben. Was staunten wir über die vielen Namen, die aus Horst Peters mit einer Selbstverständlichkeit hervorsprudelten. Wenige Namen habe ich behalten, aber einen besonders langen: Dr.-Hermann-Schultze-Delitzsch-Rose (der Gründer der Genossenschaftsidee, also auch der Genossenschaftsbanken, der auch ein Rosengedicht geschrieben hat). Horst Peters erzählte, dass manche Kunden diese Rose wegen des langen Namens nicht kauften. Beeindruckend auch der Name „Rotes Phänomen v. Karl Baum“. Eine Rose, die dunkelviolett-rot blüht und duftet, die beim Anschneiden eine rötliche Schnittfläche zeigt und nach der Blüte rotbraune Früchte trägt. Sie hat auch noch eine schöne Laubfärbung.

Rotes Phaenomen v. Karl Baum

Rotes Phaenomen v. Karl Baum

Immer wieder kam die Frage nach der Düngung und der Behandlung von Erkrankungen der Rosen. Horst Peters schwört auf organischen Dünger wie guten Kompost oder vielleicht auch Pferdemist und hält Spritzen gegen irgendwelche Krankheiten für unnötig. Zitat Peters: „Echter Mehltau ist wie ein leichter Schnupfen, er vergeht von selbst.“ Wichtig ist immer ein guter Stufenschnitt, und dass man beim Kauf auf eine gute Wurzelware mit drei kräftigen Trieben achtet. Pflanzzeit ist immer im Herbst oder Frühjahr. Und wie schneidet Horst Peters seine Rosen? Fast ohne hinzuschauen, rasch hier ein Schnitt unterhalb einer Blüte und dann wieder tief am Ende eines Stieles. Es wird nicht nach Augen geschaut, oder die Schere schräg angesetzt, so wie viele von uns sich immer bemüht haben. Wieder eine neue Erfahrung!

Kastanien-Hagebutte

Kastanien-Hagebutte

 

Hummel an den vielfältigen Stauden

Hummel an den vielfältigen Stauden

Cirsten Klein und Horst Peters

Cirsten Klein und Horst Peters

 

Zum Abschluss durften wir noch den selbst hergestellten Rosensirup von Cirsten Klein probieren, dessen Rezept sie uns auch verriet: 200 g Rosenblätter (am besten von Moje Hammarberg, weil stark duftend, kann man auch einfrieren) mit 1 l Wasser aufkochen und über Nacht stehen lassen. Abseihen und mit 800 g Zucker erneut aufkochen und heiß in Flaschen füllen. Verdünnen mit Wasser oder Mineralwasser oder mit Sekt aufgießen. Wirklich lecker!

Viele neue Ideen für unsere Rosen im Garten haben wir mitgenommen und wünschen Cirsten Klein, die sich wunderbar um den Staudengarten mit vielen bienenfreundlichen Stauden  kümmert, und Horst Peters, dass sein Rosenpark, der im nächsten Jahr um weitere 2 ha vergrößert werden soll, von vielen Rosenliebhabern besucht wird und sie von seinem unendlichen Wissen profitieren.

Renate-M. Jacobshagen   
Fotos: Marlene Scheeler

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Ein Blick hinter die Kulissen des Opernhauses (Juni 2018)

„Wie hoch ist der Theaterhimmel?“ oder „Wo bleiben die vielen Requisiten“- das waren vielleicht die Fragen, mit denen die 19 LandFrauen zum Opernhaus Kiel kamen, um einen Blick hinter die Fassade des 1905 erbauten Hauses zu werfen. Viele Fragen konnte die Theaterpädagogin Marie Coring uns auf dem Weg durch das Gebäude beantworten. Zuerst im Zuschauerraum erlebten wir eine sog. Bauprobe für ein Bühnenbild der nächsten Premiere im Herbst. Da das Theater keinen fest angestellten Bühnenbilder hat, werden jeweils Gast-Bühnenbildner engagiert, die weit vor der ersten Aufführung zusammen mit allen Verantwortlichen ihre Ideen besprechen und schauen, wie weit dies auf der Bühne nachgebaut werden kann = Bauprobe. Das Theater hat ca. 500 Angestellte für alle 3 Häuser (Opern-, Schauspielhaus und Werftparktheater), die Hälfte davon ist künstlerisch tätig. Wir schauten bei den Maskenbildnern und den Garderoben der KünstlerInnen vorbei. Eine Ausbildung zur Maskenbildnerin dauert 3 Jahre, wobei man zuvor eine Friseurlehre absolvieren sollte. 40-80 Stunden wird an einer Perücke meist aus Echthaar für eine Sängerin oder Sänger gearbeitet. Für jeden Künstler gibt es einen „Holzkopf“, auf dem die Perücke entsteht. Manchmal wird auch Büffelhaar und bei barocken Perücken auch Kunsthaar verwendet. Gestaunt haben wir über die kleinen Garderoben, in denen sich meist 3-4 Sängerinnen vorbereiten und ankleiden müssen. 10 Maskenbildnerinnen beschäftigt das Theater in wechselnden Schichten. Aus der Requisitenwerkstatt kommen nachgebildete Lebensmittel, wie z.B. die Lebkuchen fürs Knusperhaus von „Hänsel und Gretel“, aber auch Getränke und andere Utensilien.

Theaterpädagogin Marie Coring 2. von rechts

Theaterpädagogin Marie Coring 2. von rechts

Nun können wir auch einen Blick von hinten auf die Bühne wagen, die Bauprobe war vorbei. Wie riesig ist die Entfernung bis zum Zuschauerraum und wie turmhoch ist der Bühnenhimmel! 18 m verrät uns Frau Coring. Die Bühne hat 9 Hubpodien, und die Kulissen werden durch einen Lastenaufzug, der 5 t Tragkraft hat, aus der Tischlerei, die im oberen Stockwerk ist, auf die Bühne transportiert. Nun aber fahren wir mit diesem Lastenaufzug nach oben in die Werkstatt. 10 Tischler und eine Auszubildende bauen hier die Kulissen. Fast alles wird aus Holz nachgebildet. 3-4 Monate vor einer Aufführung beginnen die Arbeiten. Die vielen Kulissen verbleiben übrigens nur zu einem kleinen Teil im Opernhaus. Die meisten, die auch gerne wiederverwendet werden, sind an verschiedenen Lagerstätten in Kiel aufbewahrt.

Eine Treppe höher betreten wir den Malsaal, der nach frischer Farbe riecht und eine gut funktionierende Lüftung hat. Aber am spannendsten ist die Kleiderkammer unterm Dach. Der Kostümfundus, der hier auf engsten Raum verwaltet wird, hat 25 000 Einzelteile nur für die Damen und die Tiere. Die Kostüme für die Herren lagern anderswo. Welchen Spaß haben wir, uns die Vielzahl von Kleidern, kurz oder lang, mit Rüschen oder Schleiern, aber auch Korsagen und Pelze, Hüte und Mäntel anzuschauen. Alles, wenn möglich, nach Farben sortiert. Auf unserem Rückweg können wir noch einen kurzen Blick in den Ballettsaal werfen, wo gerade noch für den kommenden Ballettabend geprobt wird. Über unsere vielen Eindrücke von der Arbeit an einem Opernhaus können wir uns noch bei einer Tasse Kaffee in der Kantine des Hauses austauschen.
Renate-M. Jacobshagen
Foto: Marlene Scheeler

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Ein Sommernachmittag auf Gut Emkendorf

Bei schönstem Sonnenschein empfing das Gut Emkendorf 19 LandFrauen, die sich auf eine Führung durch das 1190 erstmals erwähnte Herrenhaus freuten.

Blick aus dem Garten

Blick aus dem Garten

Seit 1480 befand sich das Anwesen nahe des Westensees im Besitz der Familie Ahlefeldt. Wechselnde Besitzer folgten, bis Emkendorf 1764 von der Familie Reventlow gekauft wurde. Fritz und Julia Reventlow gestalteten maßgeblich das Herrenhaus, wie es sich uns heute präsentiert. Sie holten den Architekten Carl Gottlob Horn und zur Ausgestaltung der Räume den genialen Maler Giuseppe Anselmo Pellicia und den Stuckateur Francesco Antonio Tadey. So beeindruckten uns die plastischen Türmalereien und die aufwendigen Stuckarbeiten in den verschiedenen Räumen. Sie unternahmen mehrere Reisen nach Italien und brachten wunderbare Gemälde mit, die teilweise als Türbilder die Räume zieren. Die Ausgaben für die reiche Ausgestaltung des Gutes mit über 100 Gemälden, Möbeln und anderen Kunstschätzen verdankten sie den großen Erbe Julias durch ihren Vater Heinrich Carl von Schimmelmann. Julia von Reventlow gründete den Emkendorfer Kreis, einen Debattierkreis, der dem Gut auch die Bezeichnung „Weimar des Nordens“ eintrug. Es wurden nicht nur Freunde und Adlige aus der Umgebung eingeladen, sondern auch berühmte Persönlichkeiten wie die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock und Matthias Claudius, Theologen und Philosophen, auch Professoren und Mediziner der Kieler Universität. Julia hieß sie in ihrer offenen Art alle willkommen, wie dies auch auf einem Porträt von Angelika Kauffmann dargestellt ist. Nach ihrem Tod 1816 wurde es still auf Gut Emkendorf, und Fritz ging in den diplomatischen Dienst nach Berlin.

Blick aus dem Garten

Blick aus dem Garten

1929 ging das Gut in den Besitz der Familie Heinrich. So konnten wir in der riesigen Bibliothek mit 4873 Büchern auch die umfangreiche Sammlung von Spazierstöcken, gesammelt von Dr. Curth Heinrich, bewundern.

rustikale Kaffeetafel

Rustikale Kaffeetafel

Bevor wir im Gartensaal die rustikale Kaffeetafel genießen konnten, führte uns unsere kompetente Begleiterin, die alle unsere Fragen beantworten konnte, vorbei an dem imposanten Treppenaufgang, dessen Geländer Pellicia mit Masken bemalte, die 482 verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen. Vom Gartensaal hat man einen Blick auf den von Architekt Horn gestalteten Landschaftsgarten nach Wörlitzer Vorbild. Ein beeindruckender Nachmittag endete mit einem Gruppenfoto auf der Treppe des Gutshauses in der warmen Nachmittagssonne.

auf der Gutstreppe

Auf der Gutstreppe

Renate-M. Jacobshagen
Fotos: Marlene Scheeler

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Besuch beim „jungfräulichen Hering“

An einem herrlichen Sommertag im Mai 2018 auf dem Wege durch das grüne, blühende Mittelholstein brachte uns der Bus nach Glückstadt, die Stadt, wo der echte Glückstädter Matjes zu Hause ist. Zuerst der Besuch in der Matjes-Manufaktur, wo wir die Geschichte des heutigen Original Glückstädter Matjes hörten.

Geschichten über den Matjes

Geschichten über den Matjes

In den 70ziger Jahren gab es keine Fischer mehr, die nach Original-Rezepten den Matjes herstellten, aber er sollte weiterexistieren, der Glückstädter Matjes. So fand ein junger Mann nach vielen vergeblichen Versuchen mit Hilfe alter Rezepte doch den Weg zu den mildsalzigen, nach Meer und Algen duftenden kleinen Filets. Aus Skagen schockgefrostet werden die jungfräulichen Heringe eingekauft, dann gekehlt und mit Salz in Fässern eingelegt. Jeden Tag werden sie gewendet, damit sich die eigenen Enzyme gleichmäßig verteilen. Es wird fortwährend der enzymatische Reifungsprozess geprüft. Ist der Matjes fertig, wird per Hand die Mittelgräte gezogen und jedes Filet gesäubert. Weil die jungfräulichen Heringe Fische sind, die noch nicht gelaicht und weder Rogen noch Milch angesetzt haben, sind sie nicht sehr groß, haben den richtigen Fettgehalt, um glänzend und lecker auf dem Teller zu liegen. Gleich an der Manufaktur gab es Kostproben des Originals und der verschieden eingelegten Matjesarten.

Dietlinde Ude und Elisabeth Rumohr freuen sich auf den Matjesteller

Weiter ging es zum reichhaltigen Matjesbuffet mit allen erdenklichen Beilagen zum Sattessen.

Bei der Stadtführung in Glückstadt

Bei der Stadtführung in Glückstadt

Danach lernten wir Glückstadt durch einen Stadtführer kennen, der uns die Geschichte und die Schönheiten dieser vom dänischen König Christian IV. gegründeten und geplanten Stadt zeigte.

Dann folgte eine herrliche Schiffsreise auf der „Adler Princess“ aus dem Glückstädter Hafen auf die breite Elbe.

Antje Lage und Helga David genießen die Sonne

Antje Lage und Helga David genießen die Sonne

Gegen Wind und Ebbe duckerte das Schiff vorbei an vielen markanten Punkten, wie dem Atomkraftwerk Stade, die Schiffsbegrüßungsanlage bis schließlich die Elbphilharmonie nach 4 Stunden auftauchte. Ein erlebnisreicher Tag ging mit der Busfahrt von Hamburg nach Probsteierhagen zu Ende.

Text: Renate-M. Jacobshagen
Fotos: Marlene Scheeler

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Jahreshauptversammlung am 13.2.2018 im Irrgarten

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des LFV Probsteierhagen besuchten 42 Mitglieder. Als Gast des Kreisverbandes Plön war Helga Först (Schatzmeisterin) aus Darry gekommen.

Nach der Begrüßung durch Karen Kähler-Sye verfolgten die LandFrauen einen Jahresrückblick mit einer Fotoshow und ließen sich auf das neue Jahresprogramm 2018 einstimmen. Nicole Zebrowski stellte als Kassenwartin den Kassenbericht 2017 vor, der von der Versammlung einstimmig genehmigt wurde.

Helga David wird als Beisitzerin verabschiedet

Helga David wird als Beisitzerin verabschiedet

Helga David war 4 Jahre lang Beisitzerin und wurde mit einem Geschenk und einer Rose verabschiedet. Als neue Beisitzerin wurde Angela Gripp aus Lilienthal gewählt. Die Kunsthistorikerin und Fremdenführerin stellte sich dem Auditorium vor.

Angela Gripp unsere neue Beisitzerin mit Karen Kähler-Sye

Angela Gripp unsere neue Beisitzerin mit Karen Kähler-Sye

Als neue Kassenprüferin stellte sich Annette Schmortte aus Laboe zur Verfügung und wurde benannt. Nach dem Ausblick auf die Aktivitäten 2017 und 2018 im Kreisverband, vorgestellt von Helga Först, wurde ein Abendimbiss serviert. Zum Abschluss sprach Karen Kähler-Sye über die Geschichte und Bedeutung der Knicks in Schleswig-Holstein. Vieles war den Zuhörerinnen nicht bekannt, und so nahmen sie neues Wissen über die Knicks mit. Der Spruch „Ich wünsche jedem jeden Tag etwas Zeit für sich“ begleitete uns auf dem Nachhause-Weg.

Bericht und Fotos: Renate-M. Jacobshagen

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Neujahrsfrühstück im „Seeblick“ am 10.1.2018

Es hat nun schon fast Tradition, dass die LandFrauen sich zu einem Neujahrsfrühstück im Januar treffen, um das neue Jahr zu begrüßen und sich über die kommenden Veranstaltungen zu informieren. Das Jahr 2018 begann im Hotel „Seeblick“ in Möltenort am 10.1.2018, und 30 Frauen freuten sich auf das leckere, reichhaltige Frühstücks-Büffet. Es gab viel Gesprächsstoff über die vergangenen Festtage und die kommenden Aktivitäten aus dem Jahresprogramm, das Karen Kähler-Sye vorstellte. Es wurde auch nochmal auf den Plattdeutschen Gesprächskreis, den Kreativ- und Kulturkreis hingewiesen, sowie auf den Stammtisch, der sich immer am letzten Mittwoch im Monat im Lutterbeker trifft.

Neujahrsfruehstueck

Zum Abschluss las uns Karen Kähler-Sye noch ein „Tagebuch für den Januar“ zum Schmunzeln vor. Bei Sonnenschein und mit einem herrlichen Blick über die Förde verabschiedeten sich alle LandFrauen nach Hause oder zu einem Spaziergang am Fördeufer.

Renate-M. Jacobshagen
Foto: Marlene Scheeler

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